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Die schönsten Braut Gedichte ... mehr
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Joseph von
Eichendorff (Hochzeitsgedichte)
Zur Hochzeit
Was das für ein Gezwitscher ist!
Durch's Blau die Schwalben zucken
Und schrei'n: "sie haben sich geküsst!"
Vom Baum Rotkehlchen gucken.
Der Storch stolziert von Bein zu Bein;
"Da muss ich fischen gehen -"
Der Abend wie im
Traum darein
Schaut von den stillen Höhen.
Und wie im Traume von den Höhen
Seh' ich Nachts meiner Liebsten Haus,
Die Wolken darüber gehen
Und löschen die Sterne aus.
(Schreibweise angepasst)
Die schönsten
Braut Gedichte ... mehr
Joseph von
Eichendorff (Hochzeitsgedichte)
Die Braut
Wann die Bäume blüh'n und sprossen
Und die Lerche kehrt zurück,
Denkt die Seele der Genossen,
Fühlet fern' und nahes
Glück.
Selig Weinen sel'ger Herzen!
Wenn das Herz nichts weiter will,
Nicht weiß, ob es Lust, ob Schmerzen,
Aber fröhlich ist und still.
Frischer sich die Hügel kränzen,
Heitrer lacht das weite Blau,
Alle Blumen schöner glänzen
Durch des Auges süßen Tau.
Und soll denn das Lieben leiden,
Und, wer leidet, krank auch sein,
Ach, so will ich keine Freuden,
Und mag nicht gesund mehr sein!
Joseph von
Eichendorff (Hochzeitsgedichte)
Der Bräutigam
Von allen Bergen nieder
So fröhlich Grüßen schallt -
Das ist der Frühling wieder,
Der ruft zum grünen Wald!
Ein Liedchen ist erklungen
Herauf zum stillen Schloss -
Dein Liebster hat's gesungen
Der hebt Dich auf sein Ross.
Wir reiten so geschwinde,
Von allen Menschen weit. -
Da rauscht die Luft so linde
In Waldeseinsamkeit.
Wohin? Im Mondenschimmer
So bleich der Wald schon steht. -
Leis rauscht die Nacht - frag' nimmer,
Wo Lieb' zu Ende geht!
Clemens Brentano
(Hochzeitsgedichte)
Brautgesang
Komm heraus, komm heraus, o du schöne, schöne Braut,
Deine guten Tage sind nun alle, alle aus.
Dein Schleierlein weht so feucht und tränenschwer,
Oh, wie weinet die schöne Braut so sehr!
Musst die Mägdlein lassen stehn,
Musst nun zu den Frauen gehn.
Lege an, lege an heut auf kurze, kurze Zeit
Dein Seidenröslein, dein reiches Brautgeschmeid.
Dein Schleierlein weht so feucht und tränenschwer,
Oh, wie weinet die schöne Braut so sehr!
Musst die Zöpflein schließen ein
Unterm goldnen Häubelein.
Lache nicht, lache nicht, deine Gold- und Perlenschuh
Werden dich schön drücken, sind eng genug dazu.
Dein Schleierlein weht so feucht und tränenschwer,
Oh, wie weinet die schöne Braut so sehr!
Wenn die andern tanzen gehn,
Musst du bei der Wiege stehn.
Winke nur, winke nur, sind gar leichte, leichte Wink′
Bis den Finger drücket der goldne Treuering.
Dein Schleierlein weht so feucht und tränenschwer,
Oh, wie weinet die schöne Braut so sehr!
Ringlein sehn heute lieblich aus,
Morgen werden Fesseln draus.
Springe heut, springe heut deinen letzten, letzten Tanz.
Welken erst die Rosen, stechen Dornen in dem Kranz.
Dein Schleierlein weht so feucht und tränenschwer,
Oh, wie weinet die schöne Braut so sehr!
Musst die Blümlein lassen stehn,
Musst nun auf den Acker gehn.
Adelbert von Chamisso (Braut Gedichte Hochzeitsgedichte)
Wie wohlgefällig hat auf mir
Des teuern Vaters Auge geruht!
Wie sprach der stumme Blick doch schier:
Bist meine Lust, ich bin dir gut.
Wie hat die
Mutter früh und spat
Für mich sich bemühet so liebereich!
Und was sie geschäftig auch alles tat,
Wie war ihr Segen auf mir zugleich.
Wie sehen die lieben Schwestern mich
So trauernd scheiden aus ihrer Zahl,
Die, feuchten Auges, heute für dich
Mich noch geschmückt zum letzten Mal!
Wie glücklich war ich im Mutterhaus!
Wie haben alle mich doch geliebt!
Und dir, Geliebter, folg' ich
hinaus,
Dich hab' ich mehr als alle geliebt.
Ich werde, Geliebter, dir untertan,
Und werde dir dienen in treuer Pflicht.
Was ich verlassen, was ich getan
Für dich, du Guter, vergiss es nicht.
| Bewertung ****** | aktualisiert 10.05.2012 | >>Sende dein Gedicht ein<< |
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