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Danke Gedichte Danke Gedichte - Übersicht

 

Dichter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z
Themen: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z

 

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Joseph von Eichendorff  (Danke Gedichte)

Dank

 

Mein Gott, Dir sag ich Dank,
Dass Du die Jugend mir bis über alle Wipfel
In Morgenrot getaucht und Klang,
Und auf des Lebens Gipfel,
Bevor der Tag geendet,
Vom Herzen unbewacht
Den falschen Glanz gewendet,
Dass ich nicht taumle ruhmgeblendet,
Da nun herein die Nacht
Dunkelt in ernster Pracht.

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Hoffmann von Fallersleben  (Danke Gedichte)

Hab Dank du lieber Wind

 

Ich bin in den Garten gegangen
und mag nicht mehr hinaus.
Die goldigen Äpfel prangen
mit ihrem roten Wangen
und laden ein zum Schmaus.

Wie ist es anzufangen?
Sie hängen mir zu hoch und zu fern.
Ich sehe sie hangen und prangen
und kann sie nicht erlangen
und hätte doch einen gern!

Da kommt der Wind aus dem Westen
und schüttelt den Baum geschwind
und weht herab von den Ästen
den allerschönsten und besten -
hab Dank, du lieber Wind

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Novalis  (Freunde, Freundschaft Gedichte)  

An Dora - Ein Danke Gedicht

 

Soll dieser Blick voll Huld und Güte
Ein schnell verglommner Funken sein?
Webt keiner diese Mädchenblüte
In einen ewgen Schleier ein?
Bleibt dies Gesicht der Treu und Milde
Zum Trost der Nachwelt nicht zurück?
Verklärt dies himmlische Gebilde
Nur Einen Ort und Augenblick?

 

Die Wehmut fließt in tiefen Tönen
Ins frohe Lied der Zärtlichkeit.
Niemals wird sich ein Herz gewöhnen
An die Mysterien der Zeit.
O! diese Knospe süßer Stunden,
Dies edle Bild im Heilgenschein,
Dies soll auf immer bald verschwunden,
Bald ausgelöscht auf ewig sein?

 

Der Dichter klagt und die Geliebte
Naht der Zypresse, wo er liegt.
Kaum birgt die Tränen der Betrübte,
Wie sie sich innig an ihn schmiegt.
Er heftet unverwandte Blicke
Auf diese liebliche Gestalt,
Dass er in sein Gemüt sie drücke
Eh sie zur Nacht hinüberwallt.

 

Wie, spricht die Holde, du in Tränen?
Sag welche Sorge flog dich an?
Du bist so gut, ich darf nicht wähnen,
Dass meine Hand dir wehgetan.
Sei heiter, denn es kommt soeben
Ein Mädchen, wie die gute Zeit.
Sie wird ein seltsam Blatt dir geben,
Ein Blatt, was dich vielleicht erfreut.

 

Wie, ruft der Dichter, halb erschrocken,
Wie wohl mir jetzt zumute ward.
Den Puls des Trübsinns fühl ich stocken,
Und eine schöne Gegenwart.
Die Muse tritt ihm schon entgegen,
Als hätte sie ein Gott gesandt
Und reicht, wie alte Freunde pflegen,
Das Blatt ihm und die Lilienhand.

 

Du kannst nun deine Klagen sparen,
Dein innrer Wunsch ist dir gewährt,
Die Kunst vermag das zu bewahren
Was einmal die Natur verklärt;
Nimm hier die festgehaltne Blüte,
Sieh ewig die Geliebte jung,
Einst Erd und Himmel, Frucht und Blüte,
In reizender Vereinigung.

 

Wirst du gerührt vor diesen Zügen
Im späten Herbst noch stille stehn,
So wirst du leicht die Zeit besiegen
Und einst das ewge Urbild sehn.
Die Kunst in ihrem Zauberspiegel
Hat treu den Schatten aufgefasst,
Nur ist der Schimmer seiner Flügel
Und auch der Strahlenkranz verblasst.

 

Kann jetzt der Liebende wohl danken?
Er sieht die Braut, er sieht das Blatt.
Voll überschwänglicher Gedanken
Sieht er sich ewig hier nicht satt.
Sie schlüpft hinweg und hört von weiten
Noch freundlich seinen Nachgesang,
Doch bleibt ihr wohl zu allen Zeiten
Der Freundin Glück der liebste Dank.

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Gottfried August Bürger  (Danke Gedichte)

Die Kuh

 

Frau Magdalis weint auf ihr letztes Stück Brot;
Sie konnt’  es vor Kummer nicht essen.
Ach,  Witwen bekümmert oft größere Not,
Als glückliche Menschen ermessen!

"Wie tief ich auf immer geschlagen nun bin!
Was hab’  ich,  bist du erst verzehret?" -
Denn Jammer! ihr Eins und ihr Alles war hin,
Die Kuh,  die bisher sie ernähret. -

Heim kamen mit lieblichem Schellengetön
Die andern,  gesättigt in Fülle,
Vor Magdalis’  Pforte blieb keine mehr stehn
Und rief ihr mit sanftem Gebrülle.

Wie Kindlein,  welche der nährenden Brust
Der Mutter sich sollen entwöhnen,
So klagt’  sie dem Abend,  der Nacht den Verlust
Und löschte ihr Lämpchen mit Tränen.

Sie sank auf ihr ärmliches Lager dahin
In hoffnungslosem Verzagen,
Verwirrt und zerrüttet an jeglichem Sinn, 
An jeglichem Gliede zerschlagen.

Doch stärkte kein Schlaf sie vom Abend bis früh.
Schwer abgemüdet,  im Schwalle
Von ängstlichen Träumen,  erschütterten sie
Die Schläge der Glockenuhr alle.

Früh tat ihr des Hirtenhornes Getön
Ihr Elend von Neuem zu wissen.
"O wehe! nun hab’ ich Nichts,  aufzustehn!" -
So schluchzte sie nieder in’s Kissen.

Sonst weckte des Hornes Geschmetter ihr Herz,
Den Vater der Güte zu preisen, 
Jetzt zürnet und hadert entgegen ihr Schmerz
Dem Pfleger der Witwen und Weisen.

Und horch! auf Ohr und auf Herz,  wie ein Stein,
Fiel’s ihr mit dröhnendem Schalle.
Ihr rieselt’  ein Schauer durch Mark und Gebein;
Es dünkt ihr wie Brüllen im Stalle.

"O Himmel! Verzeihe mir jegliche Schuld,
Und ahnde nicht meine Verbrechen!"
Sie wähnt’,  es erhöbe sich Geistertumult,
Ihr sträfliches Zagen zu rächen.

Kaum aber hatte vom schrecklichen Ton
Sich mählig der Nachhall verloren,
So drang ihr noch lauter und deutlicher schon
Das Brüllen vom Stalle zu Ohren.

"Barmherziger Himmel,  erbarme dich mein,
Und halte den Bösen in Banden!"
Tief barg sie das Haupt in die Kissen hinein,
Daß Hören und Sehen ihr schwanden.

Hier schlug ihr,  indem sie im Schweiße zerquoll,
Das bebende Herz wie ein Hammer;
Und drittes noch lauteres Brüllen erscholl,
Als wär’s vor dem Bett in der Kammer.

Nun sprang sie mit wildem Entsetzen heraus,
Stieß auf die Laden der Zelle;
Schon strahlte der Morgen;  der Dämmerung Graus
Wich seiner erfreulichen Helle.

Und als sie mit heilgem Kreuz sich versehn:
"Gott helfe mir gnädiglich,  Amen!"
Da wagte sie’s zitternd,  zum Stalle zu gehen
In Gottes allmächtigem Namen.

O Wunder! Hier kehret die herrliche Kuh,
So glatt und so blank wie ein Spiegel,
Die Stirne mit silbernem Sternchen ihr zu.
Vor Staunen entsank ihr der Riegel.

Dort füllte die Krippe frisch duftender Klee,
Und Heu den Stall,  sie zu nähren;
Hier leuchtet’ ein Eimerchen,  weiß wie der Schnee,
Die strotzenden Euter zu leeren.

Sie trug ein zierlich beschriebenes Blatt
Um Stirn und Hörner gewunden:
"Zum Troste der guten Frau Magdalis hat
N.N. hierher mich gebunden." -

Gott hatt’  es ihm gnädig verliehen,  die Not
Der Armen so wohl zu ermessen.
Gott hatt’  ihm verliehen ein Stücklein Brot,
Das konnt’  er alleine nicht essen. -

Mir däucht,  ich wäre von Gott ersehn,
Was gut und was schön ist,  zu preisen;
Daher besing’  ich,  was gut ist und schön,
In schlichten,  einfältigen Weisen.

"So",  schwur mir ein Maurer,  "so ist es geschehn!"
Allein er verbot mir den Namen.
Gott lass’  es dem Edlen doch wohl ergehn!
Das bet’ ich herzinniglich,  Amen!

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Hoffmann von Fallersleben   (Danke Gedichte)

Maler Frühling

Der Frühling ist ein Maler,
er malet alles an,
die Berge mit den Wäldern,
die Täler mit den Feldern:
Was der doch malen kann!

Auch meine lieben Blumen
schmückt er mit Farbenpracht:
Wie sie so herrlich strahlen!
So schön kann keiner malen,
so schön,  wie er es macht.

O könnt ich doch so malen,
ich malt ihm einen Strauß
und spräch in frohem Mute 
für alles Lieb und Gute
so meinen Dank ihm aus!

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 Bewertung ****** aktualisiert 10.05.2012 >>Sende dein Gedicht ein<<

 

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