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Lustige Frühlingsgedichte - Übersicht

 

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Joseph von Eichendorff (Lustige Frühlingsgedichte)

Entschluss

 

Noch schien der Lenz nicht gekommen,
Es lag noch so stumm die Welt,
Da hab' den Stab ich genommen,
Zu pilgern ins weite Feld.

Und will auch kein' Lerch' sich schwingen,
Du breite die Flügel,  mein Herz,
Lass hell und fröhlich uns singen
Zum Himmel aus allem Schmerz!

Da schauen im Tale erschrocken
Die Wandrer rings in die Luft,
Mein Liebchen schüttelt die Locken,
Sie weiß es wohl,  wer sie ruft.

Und wie sie noch steh'n und lauschen,
Da blitzt es schon fern und nah,
All' Wälder und Quellen rauschen,
Und Frühling ist wieder da!

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Ludwig Heinrich Christoph Hölty (Lustige Frühlingsgedichte)

Frühlingslied

Die Luft ist blau,  das Tal ist grün,
die kleinen Maienglocken blühn
und Schlüsselblumen drunter;
der Wiesengrund ist schon so bunt
und malt sich täglich bunter. 

Drum komme,  wem der Mai gefällt,
und freue sich der schönen Welt
und Gottes Vatergüte, 
die diese Pracht hervorgebracht,
den Baum und seine Blüte.    

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Erich Mühsam  (Lustige Frühlingsgedichte)

Wollte nicht der Frühling kommen?

    

Wollte nicht der Frühling kommen?

War nicht schon die weiße Decke

von dem Rasenplatz genommen

gegenüber an der Ecke?

Nebenan die schwarze Linde

ließ sogar schon (sollt ich denken)  

von besonntem Märzenwinde  

kleine,  grüne Knospen schwenken.

In die Herzen kam ein Hoffen, 

in die Augen kam ein Flüstern  –

und man ließ den Mantel offen, 

und man blähte weit die Nüstern  ...

    

Ja,  es waren schöne Tage.

Doch sie haben uns betrogen.  

Frost und Sturm und Schnupfenplage

sind schon wieder eingezogen.

Zugeknöpft bis an den Kiefer   

flieht der Mensch die Gottesfluren,

wo ein gelblichweißer,  tiefer

Schnee versteckt die Frühlingsspuren. 

Sturmwind pfeift um nackte Zweige,

und der Rasenplatz ist schlammig.

In mein Los ergeben neige  

ich das Auge.  Gottverdammich!

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Clemens Brentano  (Lustige Frühlingsgedichte)

Dein Lied erklang

 

Dein Lied erklang, ich habe es gehöret

Wie durch die Rosen es zum Monde zog.

Den Schmetterling, der bunt im Frühling flog

Hast du zur frommen Biene bekehret.   

Zur Rose ist mein Drang
seit nur dein Lied erklang.

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Annette von Droste-Hülshoff  (Lustige Frühlingsgedichte)

Der Frühling ist die schönste Zeit

 

Der Frühling ist die schönste Zeit!
Was kann wohl schöner sein?   
Da grünt und blüht es weit und breit 
Im goldnen Sonnenschein.
Am Berghang schmilzt der letzte Schnee,
Das Bächlein rauscht zu Tal,
Es grünt die Saat,  es blinkt der See
Im Frühlingssonnenstrahl.
Die Lerchen singen überall,
Die Amsel schlägt im Wald!   
Nun kommt die liebe Nachtigall
Und auch der Kuckuck bald.   
Nun jauchzet alles weit und breit,
Da stimmen froh wir ein:  
Der Frühling ist die schönste Zeit! 
Was kann wohl schöner sein? 

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Hoffmann von Fallersleben  (Lustige Frühlingsgedichte)

Alle Vögel sind schon da

 

Alle Vögel sind schon da, alle Vögel, alle.

Welch ein Singen,  Musizieren,  Pfeifen,  Zwitschern, Tiriliern!   

Frühling will nun einmarschieren,  kommt mit Sang und Schalle.

 

Wie sie alle lustig sind,  flink und froh sich regen!

Amsel,  Drossel,  Fink und Star und die ganze Vogelschar

wünschen dir ein frohes Jahr,  lauter Heil und Segen.

 

Was sie uns verkünden nun,  nehmen wir zu Herzen

:

Wir auch wollen lustig sein,  lustig wie die Vögelein,

hier und dort,  feldaus,  feldein,  singen,  springen,  scherzen.

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Ludwig Uhland (Lustige Frühlingsgedichte)

Lob des Frühlings

Saatengrün,  Veilchenduft,
Lerchenwirbel,  Amselschlag,
Sonnenregen,  linde Luft!

Wenn ich solche Worte singe,
braucht es dann noch große Dinge,   
Dich zu preisen,  Frühlingstag!

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Heinrich Heine (Lustige Frühlingsgedichte)

(Im wunderschönen Monat Mai)

 

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,

Da ist in meinem Herzen
Die
Liebe aufgegangen.

 

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.

 

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Friedrich Rückert  (Lustige Frühlingsgedichte)

Schneeglöckchen

 

Der Schnee,  der gestern noch in Flöckchen
Vom Himmel fiel    
Hängt nun geronnen heut als Glöckchen
Am zarten Stiel. 
Schneeglöckchen läutet,   was bedeutet's
Im stillen Hain? 
O komm geschwind!  Im Haine läutet's  
Den Frühling ein. 
O kommt, ihr Blätter,  Blüt' und Blume,
Die ihr noch träumt,   
All zu des Frühlings Heiligtume!
Kommt ungesäumt!
 

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Hoffmann von Fallersleben  (Lustige Frühlingsgedichte)

Liebe und Frühling

    

Ich muss hinaus, ich muss zu dir,
Ich muss es selbst dir sagen:
Du bist mein Frühling, du nur mir
In diesen lichten Tagen.

    

Ich will die Rosen nicht mehr sehn,
Nicht mehr die grünen Matten;
Ich will nicht mehr zu Walde gehn
Nach Duft und Klang und Schatten.

    

Ich will nicht mehr der Lüfte Zug,
Nicht mehr der Wellen Rauschen,
Ich will nicht mehr der Vögel Flug
Und ihrem Liede lauschen.

    

Ich will hinaus, ich will zu dir,
Ich will es selbst dir sagen:
Du bist mein Frühling, du nur mir
In diesen lichten Tagen!

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Eduard Mörike  (Lustige Frühlingsgedichte)

Im Frühling

 

Hier lieg ich auf dem Frühlingshügel
Die Wolke wird mein Flügel,
Ein Vogel fliegt mir voraus.
Ach, sag mir, alleinzige
Liebe,
Wo du bleibst, dass ich bei dir bliebe!
Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus.
 

Der Sonnenblume gleich steht mein Gemüte offen,
Sehnend,
Sich dehnend
In Lieben und Hoffen.
Frühling, was bist du gewillt?
Wann werd ich gestillt?
 

Die Wolke seh ich wandeln und den Fluss,
Es dringt der Sonne goldener Kuss
Mir tief ins Geblüt hinein;  
  levrai.de
Die Augen, wunderbar berauschet,
Tun, als schliefen sie ein,
Nur noch das Ohr dem Ton der Biene lauschet.
 

Ich denke dies und denke das,<
Ich sehne mich und weiß nicht recht, nach was.
Halb ist es Lust, halb ist es Klage.
Mein Herz, o sage,
 

Was webst du für Erinnerung
In golden grüner Zweige Dämmerung?
Alte unnennbare Tage.

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Joseph von Eichendorff  (Lustige Frühlingsgedichte)

Frühlingsnacht

 

Übern Garten durch die Lüfte
Hört ich Wandervögel ziehn,
Das bedeutet Frühlingsdüfte, 
Unten fängt's  schon an zu blühn.

Jauchzen möcht ich, möchte weinen,
Ist mir's doch,  als könnt's nicht sein!
Alte Wunder wieder scheinen
Mit dem Mondesglanz herein.   
levrai.de

Und der Mond,  die Sterne sagen's,
Und in Träumen rauscht der Hain,
Und die Nachtigallen schlagen:
Sie ist deine, sie ist dein!

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Hoffmann von Fallersleben (Lustige Frühlingsgedichte)

Frühlingslied

 

Nun säuseln linde
Aus Westen die Winde.
Schon rieseln die Quellen
Ins Thal hernieder.  
Die Knospen schwellen.
    
Der Vögel Lieder
Erschallen wieder.    
Schneeglöckchen läuten fern und nah:
Der Frühling ist da, der Frühling ist da!
    
O seht, wie der Frühling schaltet und waltet,
Und neues Leben enthüllt und entfaltet,
Und schönes Leben ersinnt und gestaltet!
   
Mit Duft und Farben erquickt und belebt,
Mit Sang und Klang entzückt und erhebt,
Und segnend über Allem schwebt!
    
Nun lasst uns nicht länger bleiben zu Haus!
Wir wollen hinaus, ins Freie hinaus!

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Frank Wedekind  (Lustige Frühlingsgedichte)

Frühling  Ilse

 

Ich war ein Kind von fünfzehn Jahren,
Ein reines unschuldsvolles Kind, 
Als ich zum ersten Mal erfahren,
Wie süß der
Liebe Freuden sind.

 

Er nahm mich um den Leib und lachte
Und flüsterte:  O welch ein Glück!
Und dabei bog er sachte,  sachte
Den Kopf mir auf das Pfühl zurück.

 

Seit jenem Tag lieb'  ich sie alle,
Des Lebens schönster Lenz ist mein;
Und wenn ich keinem mehr gefalle,
Dann will ich gern begraben sein.

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Max Dauthendey  (Frühlingsgedichte)

April spricht Geistersprache

 

April spricht Geistersprache.
Wie ein Vergoldermeister
Sitzt er am Nachbardache,
Spritzt Goldschaum auf Taube und Tauber,
Beklebt die Zimmer lichtsauber,
Belebt die Fenstergardinen,
Den Staub auf alten Tischen,
Vergoldet Falten und Mienen,
Sein Zauber will nie mehr verwischen.
Auf meinen Stühlen sitzt still,
Ich seh' ihn mit blumigen Gliedern,
Ein Geist von Liebesliedern,
Der dreist erlöst sein will.

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Max Dauthendey  (Lustige Frühlingsgedichte)

Die Baumstämme werden wie Menschen jetzt warm

 

Die Baumstämme werden wie Menschen jetzt warm,
Sie nehmen den Sonnenschein gern in den Arm.
Der Schnee rund um den Stamm entweicht,
Soweit des Baumes Wurzel reicht.
Die Schneeglocken hocken da rund in Scharen
Begrüßt von den Staren.
Auf graslosem Boden bloß Keim bei Keim,
Beim kahlen Baum duftet's nach Honigseim,
Es duftet nach
Liebe, dem Frost entronnen,
Erste Blüte und letzter Schnee sich dort sonnen.

top


Rainer Maria Rilke  (Lustige Frühlingsgedichte)

Vorfrühling

 

Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung
an der Wiesen aufgedecktes Grau.
Kleine Wasser ändern die Betonung.
Zärtlichkeiten, ungenau,
greifen nach der Erde aus dem Raum.
Wege gehen weit uns Land und Zeigens.
Unvermutet siehst du seines Steigens
Ausdruck in dem leeren Baum.

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Gustav Falke  (Lustige Frühlingsgedichte)

Bitte

 

Holder Frühling hauch mich an,
Dass ich neu erstehe,
Was ein Herz ertragen kann,
Ich ertrug's an Wehe.

Einst so blühend, diese Brust,
Soll sie ganz erkalten?
Ach, ich bin mir kaum bewusst,
Lass den Tag so walten.

Wem ein schönes Glück verging,
Drauf er treulich baute,
Wer sich an ein Hoffen hing,
Das wie Märzschnee taute,

Lieblos scheint ihm wohl die Welt
Und so kalt zum Sterben;
All was er in Händen hält,
Sind nur tote Scherben.

Holder Frühling hauch mich an
In den neuen Tagen;
Was ein Herz ertragen kann,
Ach, ich hab's ertragen.

Tausend Knospen schwellen dir,
Duft weht auf und Lieder.
Eine Blüte schenk auch mir,
Eine einzige wieder!

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Ludwig Heinrich Christoph Hölty (Lustige Frühlingsgedichte)

Aufmunterung zur Freude

 

Wer wollte sich mit Grillen plagen,
Solang uns
Lenz und Jugend blühn;
Wer wollt in seinen Blütentagen
Die Stirn in düstre Falten ziehn?

Die
Freude winkt auf allen Wegen,
Die durch dies Pilgerleben gehn;
Sie bringt uns selbst den Kranz entgegen,
Wann wir am Scheidewege stehn!

Noch rinnt und rauscht die Wiesenquelle,
Noch ist die Laube kühl und grün,
Noch scheint der liebe
Mond so helle,
Wie er durch Adams Bäume schien!

Noch macht der Saft der Purpurtraube
Des Menschen krankes
Herz gesund,
Noch schmeckt in der Abendlaube
Der Kuß auf einen roten Mund!

Noch tönt der Busch voll Nachtigallen
Dem Jüngling hohe Wonne zu,
Noch strömt, wenn ihre Lieder schallen,
Selbst in zerrißne Seelen Ruh!

O wunderschön ist
Gottes Erde
Und wert, darauf vergnügt zu sein!
Drum will ich, bis ich Asche werde,
Mich dieser schönen Erde freun!

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Clemens Brentano  (Lustige Frühlingsgedichte)

Frühling 

Frühling soll mit süßen Blicken  
Mich entzücken und berücken,
Sommer mich mit Frucht und Myrthen
Reich bewirten,  froh umgürten.

Herbst, du sollst mich Haushalt lehren,
Zu entbehren,  zu begehren,    
Und du Winter lehr mich sterben,
Mich verderben,  Frühling erben.

top


Hugo von Hofmannsthal (Lustige Frühlingsgedichte)

Vorfrühling

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Er hat sich gewiegt,
Wo  Weinen war,
Und hat sich geschmiegt
In zerrüttetes Haar.

Er schüttelte nieder
Akazienblüten
Und kühlte die Glieder,
Die atmend glühten.

Lippen im Lachen
Hat er berührt,
Die weichen und wachen
Fluren durchspürt.

Er glitt durch die Flöte
Als schluchzender Schrei,
An dämmernder Röte
Flog er vorbei.

Er flog mit Schweigen
Durch flüsternde Zimmer
Und löschte im Neigen
Der Ampel Schimmer.

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Durch die glatten
Kahlen Alleen
Treibt sein Wehn
Blasse Schatten.

Und den Duft,
Den er gebracht,
Von wo er gekommen
Seit gestern Nacht.

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Johann Wolfgang von Goethe (Lustige Frühlingsgedichte)

März

Es ist ein Schnee gefallen,
Denn es ist noch nicht Zeit,
Dass von den Blümlein allen,
Dass von den Blümlein allen
Wir werden hoch erfreut.

Der Sonnenblick betrüget
Mit mildem,  falschem Schein,
Die Schwalbe selber lüget,
Die Schwalbe selber lüget,
Warum? Sie kommt allein.

Sollt ich mich einzeln freuen,
Wenn auch der Frühling nah?
Doch kommen wir zu zweien,
Doch kommen wir zu zweien,
Gleich ist der Sommer da.

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Hoffmann von Fallersleben   (Lustige Frühlingsgedichte)

Frühlingsbotschaft

Kuckuck,  Kuckuck ruft aus dem Wald:
Lasset uns singen,
Tanzen und springen!
Frühling,  Frühling wird es nun bald.

Kuckuck,  Kuckuck lässt nicht sein Schrei'n:
Kommt in die Felder,
Wiesen und Wälder!
Frühling,  Frühling,  stelle dich ein!

Kuckuck,  Kuckuck,  trefflicher Held!
Was du gesungen,
Ist dir gelungen:
Winter,  Winter räumet das Feld.

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Paul (Paulus) Gerhardt  (Lustige Frühlingsgedichte)

Geh aus, mein Herz

Geh aus,  mein Herz,  und suche Freud
In dieser lieben Sommerzeit
An deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärten Zier
Und siehe,  wie sie mir und dir
Sich ausgeschmücket haben.

Die Bäume stehen voller Laub,
Das Erdreich decket seinen Staub
Mit einem grünen Kleide;
Narcissus und die Tulipan,
Die ziehen sich viel schöner an
Als Salomonis Seide.

Die Lerche schwingt sich in die Luft,
Das Täublein fleugt aus seiner Kluft
Und macht sich in die Wälder;
Die hochbegabte Nachtigall
Ergetzt und füllt mir ihrem Schall
Berg,  Hügel,  Tal und Felder.

Die Glucke führt ihr Völklein aus,
Der Storch baut und bewohnt sein Haus,
Das Schwälblein speist die Jungen;
Der schnelle Hirsch,  das leichte Reh
Ist froh und kömmt aus seiner Höh
ins tiefe Gras gesprungen.

Die Bächlein rauschen in dem Sand
Und malen sich und ihren Rand
Mit schattenreichen Myrten;
Die Wiesen liegen hart dabei
Und klingen ganz vom Lustgeschrei
Der Schaf und ihrer Hirten.

Die unverdrossne Bienenschar
Fleucht hin und her,  sucht hie und dar
Ihr edle Honigspeise.
Des süßen Weinstocks starker Saft
Bringt täglich neue Stärk und Kraft
In seinem schwachen Reise.

Der Weizen wächset mit Gewalt,
Darüber jauchzet Jung und Alt
Und rühmt die große Güte
Des, der so überflüssig labt
Und mit so manchem Gut begabt
Das menschliche Gemüte.

Ich selbsten kann und mag nicht ruhn;
Des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
Ich singe mit, wenn alles singt,
Und lasse,  was dem Höchsten klingt,
Aus meinem Herzen rinnen.

Ach,  denk ich,  bist du hier so schön
Und lässt du uns so lieblich gehn
Auf dieser armen Erden,
Was will doch wohl nach dieser Welt
Dort in dem reichen Himmelszelt
Und güldnem Schlosse werden!

Welch hohe Lust, welch heller Schein
Wird wohl in Christi Garten sein!
Wie muss es da wohl klingen,
Da so viel tausend Seraphim
Mit eingestimmtem Mund und Stimm
Ihr Alleluja singen!  

O wär ich da,  o stünd ich schon,
Ach,  süßer Gott,  für deinem Thron
Und trüge meine Palmen:
So wollt ich nach der Engel Weis
Erhöhen deines Namens Preis
Mit tausend schönen Psalmen!

Doch gleichwohl will ich,  weil ich noch
Hier trage dieses Leibes Joch,
Auch nicht gar stille schweigen;
Mein Herze soll sich fort und fort
An diesem und an allem Ort
Zu deinem Lobe neigen:

Hilf mir und segne meinen Geist
Mit Segen, der vom Himmel fleußt,
dass ich dir stetig blühe!
Gib,  dass der Sommer deiner Gnad
In meiner Seelen früh und spat
Viele Glaubensfrücht erziehe!

Mach in mir deinem Geiste Raum,
dass ich dir werd ein guter Baum,
Und lass mich wohl bekleiben;
Verleihe,  dass zu deinem Ruhm
Ich deines Gartens schöne Blum
Und Pflanze möge bleiben!

Erwähle mich zum Paradeis
Und lass mich bis zur letzten Reis
An Leib und Seele grünen; 
So will ich dir und deiner Ehr
Allein und sonsten keinem mehr 
Hier und dort ewig dienen.

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Emanuel Geibel  (Lustige Frühlingsgedichte)

Hoffnung


Und dräut der Winter noch so sehr
mit trotzigen Gebärden,
und streut er Eis und Schnee umher,
es muss doch Frühling werden. 
    
Blast nur,  ihr Stürme,  blast mit Macht,
mir soll darob nicht bangen,
auf leisen Sohlen über Nacht 
kommt doch der Lenz gegangen.
    
Drum still!  Und wie es frieren mag,
o Herz,  gib dich zufrieden,
es ist ein großer Maientag
der ganzen Welt beschieden.
    
Und wenn dir oft auch bangt und graut,
als sei die Höll' auf Erden,
nur unverzagt auf Gott vertraut!    
Es muss doch Frühling werden.
 

top


Max Dauthendey (Lustige Frühlingsgedichte)

Am Berg wärmt die Sonne das Maiengrün

 

Am Berg wärmt die Sonne das Maiengrün 
Und selbst der alltägliche Himmel will blühn.
Er wird stündlich größer und tiefer und kühn,
Zieht Bäume und Menschen zu sich hinauf.
Aller
Sehnsucht fällt wie ein Schuss aus dem Lauf, 
Und keiner hält mehr die Liebe auf.

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