Levrai - Gedichte
Levrai
(Mond Gedichte)
Mondlicht
Im
Mondlicht wandern harte Schatten
Schein der Wünsche, zweifelnd Licht
Verwirf das Schlafen bis der Tag
In Sonnenglut von
Neuen Träumen spricht

Levrai
(Herbstgedicht)
kesselbuntes
einen korb voll buntes
dem
sommer gestohlen
letzte hitze unter blättern -
verschwärzter winternächte
sommertraum
der Wärme hinterherlaufen
bis sie hinter dem horizont
versinkt
die schösslinge entblättert

Levrai
(Gedichte im Internet)
Gedichtsuche
Gestern fand ich ein Gedicht
dass mir aus der Seele spricht
Wörter rieben Schicht an
Schicht
Erinnre mich doch der Worte
nicht
die Seite - fort
der Cache ist leer
ein Wörtertod im
Wörtermeer

Levrai
(Sommergedichte)
Hauch des Salzwassers
In
Salzwiesen deren
Raum ich morgens gern betrat
Quoll aus schlüpfrigem Boden
Bläschen quirlend
E inen
Fuß vor dem anderen gesetzt
L eere
Muscheln in die Taschen gerüttelt
- Den Seestern oben quer -
H ob
der Hauch des
Salzwassers in den offenen Himmel
U nd
brach das dunkle Brot des Augenblicks
Dem Wasser abgewandter Wind
fiel lichtblau über Wiesen

Levrai
(Wiedersehen
Gedichte)
Komm doch
Komm doch mal rein,
auf ein wort
einen tee
noch im frühen jahr
vor blühendem klee
denn nach Weizen
bleibt kälte und schnee.

Levrai
(Nordsee Gedichte)
(Gedichte über den Urlaub)
Meer
Rauschen,
mehr Meer
gesalzene Haut über den
Fischen
tanzt Seetang, hüpft und
schwingt
Möwen verweigern
blinkende Wasserspitzen
Ich vermisse dich
Meer
dich, Salz
verlöschende
Sonnen
euch, flüchtiggierige Wellen
gebrochene Siegel der Stille

Levrai
(Kurze Gedichte)
Zwei Herzen
Zwei
Herzen schlagen füreinander
Halten sich fest
Auch gegen den Rest
Dieser Welt
Und alles Geld
Gehen sie nie auseinander

Levrai
(Gedichte
mit dem Thema: Ich
liebe dich)
Ich liebe dich
(Ich liebe dich -
Gedichte)
Auch wenn du
fort bist
Bist du bei mir
Weil du weit weg lebst
Bist einfach nicht hier
Seelen leben, mein und dein
Wird unser und süßer Wein
bindet die Träume
sinnliche Schäume
wachsen in mir
(Schreibweise angepasst)

Levrai
(Kurze
Liebesgedichte, Gedichte Liebe)
Heimliche Liebe
(heimliche Liebe -
Gedichte)
Dich leicht
berühren
Dass niemand es sieht
Dich leise
besuchen
Dass der tag weiterzieht
Dann still mit dir sprechen
Dass die zeit vor uns flieht

Levrai (Kurze Gedichte
über Liebe)
Dein Sinn in mir
Siehst du in mir noch deinen
Sinn
Zeig ich mich, so wie
ich bin
Stehst du morgen noch -
an meiner Seite
Bleib ich im stärksten Sturm
bereite
Uns die Zeit
Wie wir sind, nimmt niemand
wahr
Liebst du auch noch im zweiten
Jahr
und wirst unser
Leben weben?

Levrai
(Herbstgedichte)
Herbstblätterbunt
Herbstblätterbunt
Fallen und schweben
Der Herbst liegt schon wund
Den Winter zu weben

Levrai (Gedichte über
Horoskope)
Horoskope
(Horoskopgedichte)
Für viele ist ein Horoskop nichts wert
Ein Ding, das man halt liest, nicht ehrt.
Doch sanft gelesen ein Genuss,
Und zärtlich wie sanfter
Kuss,
Gibt es uns Hoffnung, mal Verdruss,
Eben etwas, das man lieben muss.

Levrai (Wintergedichte)
Schattenweiße
Drängt helles Blau in
dunkle Stämme
färbt Schnee noch
Ränder
eines nahen Waldes
In der Schattenweiße
des
geflüsterten
Frühlings
lebt
erwartungsvolles
Sehnen

Levrai
(Liebesgedichte)
Bist
du das Wasser
Bist
du das Wasser,
bin ich dein Strand.
Bist du die
Sonne
bin ich der Wind.
Bin
ich müde,
bist du mein
Traum.
Bist du die
Nähe,
wie gern ich dich
sähe,
unter blühendem Baum.
(Schreibweise angepasst)
Levrai
(Sommergedichte)
Sommerende
Tautropfen schimmernd im Netz der
pfützenwütigen Nacht
still zittert im Wind
braungrünes Laub
über den Himmel
wächst weißer Faden
das Morgenbild erschaudert
im ersten Licht
(Schreibweise angepasst)

Levrai
(Kurze,
heimliche
Liebesgedichte, Gedichte Liebe)
Wär ich doch Wind
Wär ich doch Wind
oder wär ich Schatten
der zärtlich deine Wange streicht
Tage die wir heimlich hatten
ein Sehnen das wohl niemals weicht
ich lasse dich nicht - vielleicht
weil wir bereits verlassen sind

Levrai
(Frühlingsgedichte)
Frühling
Vergraut das erste Licht
Verschwommen sank die nacht
Der tag lag unter warmem
wind
Aus südsüdwest
vertrieben
Was noch klamme kälte
trug
Wurde bald zerrieben
Und pflanzte sanft der trauer
Hoffnung, grün in jungen
trieben
(Schreibweise angepasst)

Levrai
(Gedichte
über das Küssen, Kussgedichte)
Küss mich doch
Küsse meinen Mund
Und meine Augen
Küsse küssen oder saugen
Brüste küssen und den Lippenmund
Küss auch deinen Bauch
Wenn dein Mund küsst
Dann küsst dein Atem auch

Levrai
(Geburtstagsgedichte)
Zum Geburtstag nur das Beste
Zum
Geburtstag nur das Beste
Wir feiern heut, die Reste
Lassen wir für's nächste Mal
Wer feiert, der hat keine Qual
wer singt, lebt schon im grünsten Tal
Ein langer Weg ist unser Ziel

Levrai (Gedichte über
das Leben)
Über das Leben
Das Heute entschwindet
wer weiß schon von Morgen
und plant, Gefühle entwindet
dem Abend die Nacht
Nicht dem Gestern ergeben mit aller Macht
denn leiser Kummer und müde Sorgen
Wissen und ahnen das
Leben
Morgen

Levrai (Herbstgedichte)
Frühherbst
Der Tag gesättigt in
Stunden wogenden Lichts
verstaubt die Tränen
früh gesunkener Blätter
Heimlich erreichte der Herbst
verborgen in Nebelwänden
mit steter Hast und Gier
vor der großen stille
dich und dein
Leben
(Schreibweise angepasst)

Levrai (Kurze Gedichte)
Meer ohne Wasser
Meer ohne Wasser
Nächte ohne Schlaf
Herz ohne
Liebe
Zeit stehlen Dir Diebe
Gedanken wie Hiebe

Levrai (Kurze Gedichte)
Lasst mich mal raten ...
Man lässt mich warten
Lasst mich mal raten
Als wär' ich mal Luft
Mal Filet zum Anbraten
Zum Ersten löst sich die Zeit niemals auf
Zum Zweiten schlägt man wüst auf mich drauf
Und schlägt die Zähne fest in mich rein
Da bin ich doch lieber Luft
Manchmal auch als
Rosenduft

Levrai (Liebesgedichte)
Sprechen
Beim Sprechen
muss man die Augen sehen
und mit den Händen lesen
Wie sprechen Bananen
nur auf den
Lippen
nur mit Fragen
wie Hände auf Haut

Levrai (Liebesgedichte)
Auf jeden Schritt …
Jeden Schritt
Denk ich an dich
In jeder Sekunde
meine tiefste
Wunde
frage und zermürbe mich
jedes Wort
wieg' ich aufs Gramm

Levrai
(Liebesgedichte)
An deiner Seite
An deiner Seite bis
Jede Nacht
Nur deinen
Atem kennt
Alle Sandkörner der
Strände gezählt
Jeder Wunsch in deinem
Meer
Ertrunken ist und jeder Morgen
Mit dir beginnt die Zeit

Levrai
(Liebesgedichte)
Lass mich nur
kurz davon träumen
Lass mich nur kurz
davon träumen
mit dir spazieren
zu gehen
auf einer Parkbank
sitzen
reden ernsthaft und
ernsthaft und
liebevoll und
liebevoll
und bedrückt und
bedrückt und fragen
nach dem Sinn und
sinnen mit dir und
dich wieder finden
finden gemeinsam
uns

Levrai (Kurze Gedichte)
Zwei Herzen
Zwei
Herzen schlagen füreinander
Halten sich fest
Auch gegen den Rest
Dieser Welt
Und alles Geld
Gehen sie nie auseinander

Levrai (Regengedichte)
Regen
Regnen tuts
Was
nass machen kann
Beschwert sich
Zieht glänzend über Steine
bläschenfleckig

Levrai
(Sommergedichte)
Sommer
Taschen voller Kieselsteine
Quallen Seetang
Sonnenwind über hügeligen Weizenfeldern
bis uns nicht nur Blicke banden
übende Zeitflechten wanden
zarte Blätter zwischen uns auf Stellen
die keine
Sonne sahen

Levrai
(Gedicht - Ich liebe dich)
Ich liebe dich - Gedichte
Zueinander in
Liebe
In den Augenblicken
Vergessener Tänze
Berauscht und verwirbelnd
Denk' ich an dich
Zueinander in liebe
Denk' ich an dich

Levrai (Wintergedichte)
Schattenweiße
Drängt helles Blau in
dunkle Stämme
färbt Schnee noch Ränder
eines nahen Waldes
In der Schattenweiße des
geflüsterten
Frühlings
lebt
erwartungsvolles Sehnen

Levrai (traurige
Liebesgedichte)
Alles egal, alles banal
Alles egal, alles banal
Nichts mehr zu machen
Nichts mehr zu lachen
Rufst nicht mehr an,
Soll ich denn schreien
Dir meine leeren Nächte weihen
Nur noch so tun
Nur noch gemeinsam
hilflos und
einsam
Und trotzdem - vorbei
Will nur noch ans Meer
Bin hilflos und leer

Levrai (Die schönsten
Liebesgedichte)
Wärme
Dein Atem weitet den Raum
denn leise
Schneeflocken
schmelzen lachend
Gestein
spricht eine kleine
Sprache und
atmet Stürme
liebt das alte Laub
die Erde
Eis die Wärme
und
Haut liebt deine
Haut.

Levrai
(Wintergedichte)
Aus dem Blauweiß des Lichts
Aus dem Blauweiß des Lichts
über Schneefeldern
nachts in Welten von Nichts
Weiten in undurchdringbaren
Wäldern
auf der Eiszone
Kältenebel

Levrai (Gedichte über den
Krieg)
Darf man mit 29 schon sterben
Durch einen
Selbstmordattentäter in einem Auto getötet. Zwei schwer verletzt.
Bei einem Selbstmordanschlag
auf belebtem Markt zwei Mann
getötet
zwei
Soldaten werden schwer
verletzt
Die Opfer mit dem Status von
Reservisten
was ihnen nicht half
Am 27. August 2008 ein
deutscher Fallschirmjäger
von einem Sprengsatz getötet
Darf man mit 29 schon
sterben

Levrai
(Kurze Gedichte
über Liebe)
Damit es dir gut geht
Mir tut es gut
in deiner Stimme
taumeln,
träumen
damit ich dich nicht
herunter ziehe
wenn ich falle
deswegen gehe ich
damit es dir gut geht

Levrai
(Gedichte
über das Küssen, Kussgedichte)
geküsst - von dir
geküsst - von dir
ein Ruhekissen
geküsst - von dir
ein warmer Regen
geküsst - von dir
als Sonneneis
geküsst - von dir
Sommernacht und heiß

Levrai
(Gedichte
zum Nachdenken)
Auf ein Wort
Auf ein Wort stieß ich an diesem
Regentag
störte mich worüber ich kaum
reden mag
stieß unruhig, fiel auf gut
Gelagertes, vergangen
statt nur den Wortschatz zu
versilbern
kroch und schlich sich in
Verhangenes
Ich greif in dieses Wort hinein
und fühle
taste jede Senkung, versteckte
Finger in der Mühle
wühle dann und ziehe mir ein
frühes Dämmern
in den Tag, dunkelt jede Silbe
nach und nach
das Wort entwindet, flieht zu
weißen Lämmern

Levrai
(Kurze Gedichte
über Liebe) (Liebesgedichte)
Deine
Stimme
Schneekristalle suchend sinken schmilzen
Schmelzen kühle Hände suchend
Tasten mein geschattetes
Herz
Streicht über Haut
Ergreift mich
Hält mich
Bezwingt
Erlöst
Deine
Stimme

Levrai
(Kurze Sommergedichte)
sommerbleiche
sonne leckte über den horizont
am morgen tropfte leim verletzter reben
mittags dörrte gras
in unzähmbarer sonne
abends ausgeblichen
schlichen säumige glichen
der zerflimmernden scheibe
könige der nacht
erst dann

Levrai
(Kurze Wintergedichte)
Schnee
Mit dem Weiß um die Wette
laufen
Ihren Weg im dämmernden Licht kreuzen
Menschpflanzen zum Leben genesen
Starrer Wächter Frost frisst
Sorgen
W ie
alter Steine Götter
(Schreibweise angepasst)

Levrai
(Jahreszeiten
Gedichte)
Wurzelbrei
Im Winter gibts keinen
Wurzelbrei
Schnee tröpfelt von der
verwurzelten verschrumpelten
Komm Frühling zeig der Wurzel
deinen Samen
für den Sommer da gibts
Wurzelbrei
bis dahin soll der
Garten sich
entscheiden

Levrai
(Gedichte
zum Nachdenken)
Zeiten
Allemal sind sie geliehen
unsere Zeiten
die unsichtbar über den Himmel
gekrümmt durch das Rote des
Horizonts
sich unsrer Sinne bemächtigen
in unseren Seelen nisten
Zieh aus die zerfetzte Haut
in den Baum gehängt zum
Trocken
dass letztes Wasser nur die
Sonne nährt
Jeder
Abschied von der Zeit
verliert den weiten Raum
in Armen halten, was sonst
rasch zerfällt
halt du fest, erstick dir das
Geliebte
reicht dir den Kaffee mit
bläulichem Gesicht
erinnerst dich
bereite aus dem Mahl des Tages
den Abschied
deiner Liebe
Geliehenes gab ich zurück
zerkratzt der Einband
geknickt die gelben Seiten
aus dem Licht erhellter Zeiten
warf mir der Schatten schwach
mein Bild zurück

Levrai
(die
schönsten Liebesgedichte)
B ei
sich haben
S ei
hier
Kringel auf dem Papier
Ecke um Ecke gefaltet
Kanten gefalzt
P apier
entfaltet
Dreiecke auf dem Papier
gefaltet auf Ecke und Ecke
sei hier
(Schreibweise angepasst)

Levrai (Kurze Sommergedichte)
S chlafversuch
A m
Teich eine Decke ausgebreitet
Grashalme erniedrigt
Die Nachbarin aus den Augenwinkeln belauert
Fische beim Ringeln gezählt
Dem Himmel Wolken verschoben
Kondensstreifen befühlt
Blättern beim Rascheln zugesehen
Dem Wellendrängen nachgegeben
(Schreibweise angepasst)

Levrai
(Gedichte über
Tageszeiten, Der Morgen)
Wunderbarer
Morgen
Als der Tag
noch nicht da
in den
Träumen
und dazwischen
wach mit der
Erinnerung
und wieder in
den Traum gefallen

Levrai
(Gedichte über
Tageszeiten, der Morgen)
Nachmittage
Leise
Nachmittage schleichen über Lustlosstraßen
schwingen
an roten Ampeln vor und zurück
klammern am
Straßenrandgrün und
landen auf
zerkratzten Schreibtischen
Dumpfes
Dröhnen laufender Motoren
dringt
durch Fensterscheiben in
Räume
voller Nachmittagsstimmung
verwirbelt
mit lächelnden Träumereien
und fällt
auf staubigen Teppichboden.
Teetassenränder klebend auf Holz
Zeigefinger
zeichnen Schatten nach
unruhiges
Warten Warten
im Ruck des
Minutenzeigers
sich
auflösende Trennungen
Hell und
Dunkel

Levrai (Gedichte über das Leben)
Seiten
Zwischen den Tagen liegen
Die Seiten des Lebens
Gepresst und getrocknet
Stunde an Stunde
Wange an Wange
Zwischen den Tagen
Liegt der Staub des
Lebens
gewischt

Levrai
(traurige
Liebesgedichte)
So oder so
Lebt sie so
einfach
wie
schwierig ich von ihr lebe
lebt sie
selbstverständlich
Ich
klammere mich an
so was geht
durch den Magen
doch
das Hirn
ist zum Träumen da
Es lebe das
Wochenende
es lebe die
Liebe
Werken
Werktage
Denken
Denktage
und Tahage
zum Liehieben
bringt die
Samstagnacht keine Liehiebe
sieh doch
wie die Wolken ziehen
Lebt sie so
einfach
wie
schwierig ich von ihr lebe.

Levrai
(Kurze Wintergedichte)
Wärme
Atem weitet
Raum
denn leise
Schneeflocken
schmelzen
lachend das Holz
spricht
eine kleine Sprache und
atmet
Stürme
liebt das
alte Laub die Erde
Eis die
Wärme
und Haut
liebt Haut.
Levrai
(Gedichte über
Tageszeiten, der Tag)
Tausch
Die
Zwischenräume des Tages
in die
Kissen gestopft
Stunden
unter Laken geschoben
Minuten an
den Rand geknittert
den
Weißwein gegen den Rotwein getauscht
berauscht
den Tag
noch einmal
geträumt

Levrai
(Gedichte
zum Nachdenken)
Wohnzimmer
In
Wohnzimmern die Kriegsspur
zählt
Zeitungsseiten
dabei haben
manche dickere Knie.
Sitzt im
Stuhl und misst Löffel
aus
Verantwortung
soll auch
nur einer nicht zu lang sein.
Verlässt
das Haus und schließt sich zweimal ab
einmal die
Woche zweimal die Woche
fünfmal die
Woche
Betet rot
betet blau
an der Ecke
bei rotem Licht
letzte
Sämereien ausgestreut.
Unfruchtbare Bettelstunden
hieß das
Zittergras.

Levrai (Gemeine
Liebesgedichte, Liebe und Hass)
versucht
versucht
hab ich dich
verflucht
hab ich dich
Versuchung
unterlegen
darunter
gelegen
Fluch, Maß
an dich gelegt
dich
ausgemessen jedes warme
Stückchen
Fleisch in Pfund gewogen
du sahst zurück
als ich dir nachschaute

Levrai (Gedichte
zum Nachdenken) (Gemeine
Liebesgedichte)
Grenzland
Die schmale Straße zur Grenze
Bemützt, das neue Land
Fragt wohin und wie lange
Was doch vom neuen Land
abhängt
Der Ausweis mit Zahlen und
Buchstaben
Frauen an der Straße heben den
Rock zum Gruß
Gefährlich nahe
Am Straßenrand winken Sie
freundlich
Abends verkehren Autos
Gefährlich nahe
Am Straßenrand halten Sie
freundlich
Was doch auch davon abhängt
Wie man aufgenommen wird
Neben den Schillingen der
Ausweis
Fragt wohin und wie lange
Bemützt nun das alte Land
Im Grenzland
Gefährlich nahe am Straßenrand

Levrai (Zeit
- Gedichte über die Zeit)
Zürch
In Zürch klebte der Schnee an
frostigen Autos
und die
Zeit stand am
Vormittag
hing in kältegezeugten Kristallen
Aber auch sonst ist Zeit in
Zürch nie
gesehen worden und nicht viele
rempelten die Zeit was nur in
Zürch geht
Zürcher Zeitrempler
(Schreibweise angepasst)

Levrai
(Gartengedichte)
Mein Baum
Vor meinem Haus da steht ein
Baum
der lacht und sieht mich an
Kinder klettern rauf und
klettern runter
Der Hunde dabei der nutzt den
Baum
als Pinkelraum.
Mein
Baum der fehlt mir
könnt ich ihn nehmen
nach Paris oder sonst nen
andern Ort
denn was mich alles dort
betrifft
ist fort.

Levrai
(traurige
Liebesgedichte)
Zuerst sprachen wir
Dann liebten wir
Danach war die Zeit
Mit wenigen Handgriffen
Über die
Haut gestreift
Mehr Zeit war nicht zu
schneiden
Und was noch mehr war
War nicht zu erreichen

Levrai (Zeit
- Gedichte über die Zeit)
Stundenfrieden
Stundenfrieden
vor der Hauswand kriechen
Schatten
bis die Sonne verstaubt
bis der
Tag langsam vergraut
verstreutes
Zuhause
Morgen wieder
Ellenbogengesichter

Levrai (Liebesgedichte)
Morgens beim Bäcker
Morgens beim Bäcker
fallen letzte Blüten der Nacht
Vierfünfzig, bitte
schwenkt durch den Raum
ein seltsamer
Traum aus
frisch Gebackenem
Auch noch ne Zeitung, bitte
auf ein Lächeln
zeige ein verschwiegenes
Gesicht und
werfe die letzte fallende
Blüte
hinüber
auf Trauben-Nuss
ruht ein letzter Kuss

Levrai
(Gedichte
über Afrika)
Geschichten über Afrika
Geschichten
über leeres Land
Geschichten über die
Hitze
Geschichten der letzten
Urwaldriesen
Geschichten über Gräber,
die gehetzten
Geschichten über AIDS
Geschichten
über Gewinne
Geschichten über
Verendete der Demokratie
Geschichten über die
Vergoldeten
Eingeweide
Afrikas
Geschichten über Deutsche
Waffen Geschichten über
Konzerne
Geschichten
über Rassismus
Geschichten über
Kolonialismus Geschichten
der Sklaverei
Geschichten über
ZEroitisches Geschichten
Exotisches, Geschichten
über den dunklen
Menschen-Kontinent Afrika

Levrai (Garten
Gedichte)
Gartenfenster
Ein laubstaubsauger schleiert
seinen schall
zittert im Fensterübergang
betörend benzinwolkenduftend
in
nachbarschaftsgrenzender
streifung
sonnenausgeleuchtet
spätnachmittagliche Unruhe
dann ist die
Sonne aus
Sterne sind aus
kein mond

Levrai (Wiedersehengedichte)
wiedersehen
pixel auf dem bildschirm
angesehen vor zurück
starren bis das bild strebt
draußen räumt der müll
beweise
schnell werfe ich
auch dies papier
trudelnd leicht der flug
auf eine weise
verschwiegen schlank betrug
schnell werfe ich
noch einen blick
der finger auf dem bildschirm zieht
haare nase mund verlassen
und der finger flieht
in
zittrig schmaler spur
mehr Liebesgedichte ...
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Liebesgedichte
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Liebesgedichte

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