Gedichte, Liebesgedichte, Geburtstagsgedichte, Frühlingsgedichte, Sommergedichte, Herbstgedichte, Wintergedichte und Weihnachtsgedichte.

Gedichte &

Liebesgedichte

Startseite I Gedichte von ... I Eduard Mörike - Gedichte I

Liebesgedichte

 

   
  Startseite
 

  Frühlingsgedichte

  Sommergedichte

  Mai Gedichte

  Juni Gedichte

  Juli Gedichte

  August Gedichte

  Liebesgedichte

   
  Liebesgedichte
 

  Liebesgedichte

  Kurze Gedichte über Liebe

  Ich liebe dich - Gedichte

  SMS-Gedichte u. Liebe

  Heimliche Liebe - Gedichte

  Schöne Liebesgedichte

  Küsse und Gedichte

  Liebeserklärung Gedichte

  Liebeskummer

   
  Jahreszeitengedichte
 

  Sommergedichte

  Herbstgedichte

  Wintergedichte

  Weihnachtsgedichte

  Frühlingsgedichte

  Ostergedichte

   
  Kurze Gedichte
 

  Kurze Liebesgedichte

  Kurze Jahreszeitengedicht

   
  Schöne Gedichte
 

  Abschiedsgedichte

  andere Gedichte...

  Augustgedichte

  Balladen

  Blumen Gedichte

  Christliche Gedichte

  DichterInnen

  Gedichte für Freunde

  Freundschaftsgedichte

  Frühlingsgedichte

  Garten-Gedichte

  Geburtstagsgedichte

  Gedichte über Leben

  Gedichte über Tod

  Heimweh Gedichte

  Herbstgedichte

  Herzgedichte

  Himmelgedichte

  Hochzeit Gedichte

  Jagd u. Jäger Gedichte

  Kindergedichte

  Kinderlieder

  Klassische Gedichte von

  Krieg - Gedichte

  Kurze Gedichte

  Kurze Liebesgedichte

  Lustige Gedichte

  Märchen

  Mut machen Gedichte

  Muttertagsgedichte

  Nachdenken Gedichte

  Nacht Gedichte

  Nordseegedichte

  Ostergedichte

  Pferde-Reiter-Gedichte

  Preisvergleiche

  Regengedichte

  Schüttelreime

  SMS Gedichte

  Sommergedichte

  Sonnengedichte

  Sprichwörter

  Stadtgedichte

  Sternen Gedichte

  Tageszeitengedichte

  Tiergedichte

  Traum - Gedichte

  Weinlese-Gedichte

  weitere Wintergedichte

  Wolkengedichte

  Zeit-Gedichte

  Afrikanische Gedichte

   
 

 

  andere Gedichte...

   

  

 

Eduard Mörike - Gedichte

* 8. September 1804 in Ludwigsburg; † 4. Juni 1875

 

Dichter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z
Themen: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z


An einem Wintermorgen, vor Sonnenaufgang
 (Wintergedichte)
An Eduard Weigelin (Gedichte für Kollegen)

An die Geliebte  (Liebesgedichte)  

An meine Mutter  (Mutter Gedichte, Gedichte über Mütter)

An X und Y  (Selbstüberschätzung)

Auf einer Wanderung (Gedichte wandern und Wanderer)

Das lustige Wirtshaus (Wirtshausgedichte und Lieder)

Der Jäger (Gedichte über die Jagd und Jäger)

Der Zauberleuchtturm (Zauberer Gedichte)

Die heilige Nacht   (Weihnachtsgedichte)

Die Tochter der Heide  (Heidegedichte)

Erbauliche Betrachtung (Gedichte über die Jagd und Jäger)

Er ist's (Frühlingsgedichte)

Ideale Wahrheit  (Wahrheit Gedichte)

Im Frühling  (Frühlingsgedichte)

Im Park  (Frühlingsgedichte)
Im Weinberg  (Gedichte für Verliebte)

Jägerlied  (Gedichte über die Jagd und Jäger)

Karwoche   (Karwoche Gedichte über Ostern)

Lied vom Winde  (Windgedichte)

Ritterliche Werbung (Ritter Gedichte)

Selbstgeständnis   (Mutter Gedichte, Gedichte über Mütter)

Septembermorgen (Herbstgedichte)
Wandererlied 
(Gedichte wandern und Wanderer)

Zitronenfalter im April   (Frühlingsgedichte)

Zum Neujahr mit einem Taschenkalender (Neujahrs Gedichte)

Zum neuen Jahr  (Neujahrs Gedichte, Neujahrstag)

Zur Warnung   (Trinkergedichte)

Zu viel (Frühlingsgedichte) (Liebesgedichte)

Zwiespalt   (Gemeine Liebesgedichte, Liebe und Hass)

 

 

Eduard Mörike  (Wintergedichte)
An einem Wintermorgen, vor Sonnenaufgang


O flaumenleichte Zeit der dunkeln Frühe!
Welch neue Welt bewegest du in mir?
Was ist's, dass ich auf einmal nun in dir
Von sanfter Wollust meines Daseins glühe?

Einem Kristall gleicht meine Seele nun,
Den noch kein falscher Strahl des Lichts getroffen;
Zu fluten scheint mein Geist, er scheint zu ruhn,
Dem Eindruck naher Wunderkäfte offen,
Die aus dem klaren Gürtel blauer Luft
Zuletzt ein Zauberwort vor meine Sinne ruft.

Bei hellen Augen glaub ich doch zu schwanken;
Ich schließe sie, dass nicht der Traum entweiche.
Seh ich hinab in lichte Feenreiche?
Wer hat den bunten Schwarm von Bildern und Gedanken
Zur Pforte meines Herzens hergeladen,
Die glänzend sich in diesem Busen baden,
Goldfarbgen Fischlein gleich im Gartenteiche?

Ich höre bald der Hirtenflöten Klänge,
Wie um die Krippe jener Wundernacht,
Bald weinbekränzter Jugend Lustgesänge;
Wer hat das friedenselige Gedränge
In meine traurigen Wände hergebracht?

Und welch Gefühl entzückter Stärke,
Indem mein Sinn sich frisch zur Ferne lenkt!
Vom ersten Mark des heutgen Tags getränkt,
Fühl ich mir Mut zu jedem frommen Werke.
Die Seele fliegt, so weit der Himmel reicht,
Der Genius jauchzt in mir! Doch sage,
Warum wird jetzt der Blick von Wehmut feucht?
Ist's ein verloren Glück, was mich erweicht?
Ist es ein werdendes, was ich im Herzen trage?

- Hinweg, mein Geist! hier gilt kein Stillestehn:
Es ist ein Augenblick, und Alles wird verwehn!

Dort, sieh, am Horizont lüpft sich der Vorhang schon!
Es träumt der Tag, nun sei die Nacht entflohn;
Die Purpurlippe, die geschlossen lag,
Haucht, halbgeöffnet, süße Atemzüge:
Auf einmal blitzt das Aug, und, wie ein Gott, der Tag
Beginnt im Sprung die königlichen Flüge!

top

 

 

Eduard Mörike   (Gedichte für Kollegen)
An Eduard Weigelin


Freund! dein heiterer Blick und deine gelassene Miene
Heißt uns die Klage des Abschieds sparen; doch tief in der Brust dir
Selber bewegt sich das männliche Herz. Wer möcht es ihm wehren?
Denn du verlässest das Haus, das dir wie dein eigenes lieb war,
Dem du die Blüte der Jahre geweiht im redlichen Tagwerk.
Aber glücklich genug, der still sich dessen bewusst ist!
Siehe, die Zeit kommt auch, da wir weggehn nacheinander,
Ungern jeder fürwahr, doch keiner mit besserem Ruhme,
Noch von treueren Wünschen der dankbaren Liebe begleitet.

top


Eduard Mörike (Liebesgedichte)  

An die Geliebte

 

Wenn ich,  von deinem Anschaun tief gestillt,
Mich stumm an deinem heilgen Wert vergnüge,
Dann hör ich recht die leisen Atemzüge  
Des Engels,  welcher sich in dir verhüllt.

 

Und ein erstaunt,  ein fragend Lächeln quillt
Auf meinem Mund,  ob mich kein Traum betrüge,
Dass nun in dir,  zu ewiger Genüge,
Mein kühnster Wunsch,  mein einzger, sich erfüllt? 

 

Von Tiefe dann zu Tiefen stürzt mein Sinn,
Ich höre aus der Gottheit nächtger Ferne
Die Quellen des Geschicks melodisch rauschen.

 

Betäubt kehr ich den Blick nach oben hin,
Zum Himmel auf  –  da lächeln alle Sterne;
Ich knie,  ihrem Lichtgesang zu lauschen.

top


Eduard Mörike  (Mutter Gedichte, Gedichte über Mütter)

An meine Mutter

 

Siehe,  von allen den Liedern nicht eines gilt dir,  o Mutter!
Dich zu preisen,  o glaub's,  bin ich zu arm und zu reich.
Ein noch ungesungenes Lied ruhst du mir im Busen, 
Keinem vernehmbar sonst,  mich nur zu trösten bestimmt, 
Wenn sich das Herz unmutig der Welt abwendet und einsam
Seines himmlischen Teils bleibenden Frieden bedenkt.

 

An dieselbe

 

Ach wie liebreich warst du der Welt und dienetest allen!
Und wie klein doch,  wie plump hat sie dich endlich verkannt, 
Da entsagtest du ihr;   doch lächelnd wehren die Deinen
Heute wie gestern der Hand,  die sich in Liebe vergisst.

top


Eduard Mörike  (Selbstüberschätzung)

An X und Y 

Geistreich seid ihr, glänzend, wahrlich, dass ich euch bewundern müsste,
Wenn sich nur bei euch nicht jede Zeile selber geistreich wüsste!

top


Eduard Mörike (Gedichte wandern und Wanderer)

Auf einer Wanderung

In ein freundliches Städtchen tret ich ein,
In den Strassen liegt roter Abendschein.
Aus einem offnen Fenster eben,
über den reichsten Blumenflor
Hinweg, hört man Goldglockentöne schweben,
Und eine Stimme scheint ein Nachtigallenchor,
Dass die Blüten beben,
Dass die Lüfte leben,
Dass in höherem Rot die Rosen leuchten vor.

Lang hielt ich staunend, lustbeklommen.
Wie ich hinaus vors Tor gekommen,
Ich weiß es wahrlich selber nicht.
Ach hier, wie liegt die Welt so licht!
Der Himmel wogt in purpurnem Gewühle,
Rückwärts die Stadt in goldnem Rauch;
Wie rauscht der Erlenbach, wie rauscht im Grund die Mühle!
Ich bin wie trunken, irrgeführt -
O Muse, du hast mein Herz berührt
Mit einem Liebeshauch!

top


Eduard Mörike (Wirtshausgedichte und Lieder)

Das lustige Wirtshaus

Die Burschen:

Man lebet doch wie im Schlaraffenland hier,
Da schmauset man frühe wie spat;
Schon dreht sich der Boden vor Wonne mit mir,
Kaum dass ich die Schwelle betrat!

Der Becher, ihr Herrn, wird nur gratis gefüllt:
Der Wirt ist kein knausiger Tropf,
Er führt den Hanswurst nicht vergeblich im Schild,
Man wirft euch das Geld an den Kopf.

Der Alte soll, wisst ihr, ein Zauberer sein,
Er lächelt auch immer so schlau;
- Und seht nur, was treten für Kerl da herein?
Die Eule, der Storch und der Pfau!

Wie sittig, kratzfüßig und blöd sie sich drehn!
Pedanten vom köstlichsten Schlag!
Sie nehmen sich Stühle - das muss ich gestehn,
So was sieht man nicht alle Tag!

Mein Alter am Fässchen, er zapfet den Wein
Und hält sich vor Lachen den Bauch;
Rebekke schenkt ihnen vom feurigsten ein
Und zierlich kredenzt sie ihn auch.

Nun sitzen sie steif wie Professorsleut da,
Und lassen das Glas unberührt,
Wir Herren vom Humpen sind ihnen zu nah:
Man hat sich leicht kompromittiert.

Nur ruhig, und kehrt euch noch gar nicht an sie!
Die führen ihr Mütlein im Sack;
Es ist nur erlogene Pedanterie,
Sie sind das versoffenste Pack.

Inzwischen, mein schönes, schwarzaugiges Kind,
Komm, sing uns was Lustiges vor!

Das Mädchen:

Das kann ja geschehen; die Herren dann sind
So gütig und machen den Chor.

(Dieselbe fährt fort mit der Zither:)

- Mein Vater, der hatte drei Krebse zum Schild,
Da sprachen die Leute nicht ein:
Nun führt er den scheckigen Narren im Bild,
Er selber trinkt aber den Wein.

Chor:

Heida! sa sa!
Er selber trinkt aber den Wein.

Mädchen:

Auch seht ihr ja wohl, wie so herrlich das lauft,
Man denkt, es wär Kirmes im Haus;
Und wenn man uns Betten und Stühle verkauft,
Wir lachen die Leute noch aus.

Chor:

Heida! sa sa!
Ihr lachet die Leute noch aus.

Mädchen:

Mein Vater, heißt's, hab ein klein Männlein im Sold,
Ein Männlein, so fein und so klug,
Und wenn er nur möchte und wenn er nur wollt,
Wir hätten Dukaten genug.

Chor:

Heida! sa sa!
Ihr hättet Dukaten genug.

Mädchen:

Das lass ich nun gerne dahingestellt sein;
Was kümmert mich Silber und Gold!
Und zög ich auf Bettel landaus und landein,
Mein Schätzchen, das bliebe mir hold.

Chor:

Heida! sa sa!
Dein Schätzchen, das bliebe dir hold.

Mädchen:

Denn ich und des Schäfers sein lustiger Franz,
Wir ziehn wie die Vögel so frei,
Ich spiele die Zither, das Hackbrett zum Tanz,
Mein Liebster, der spielt die Schalmei.

Chor:

Heida! sa sa!
Dein Liebster, der spielt die Schalmei.

Mädchen:

Und wenn meine Mutter Frau Kaiserin wär,
Hätt ich Kleider und seidene Schuh,
Ich gäb doch den herzigen Jungen nicht her,
Gäb ihm Kron und Zepter dazu.

Chor:

Heida! sa sa!
Gäbst ihm Kron und Zepter dazu.

Einer:

Doch seht mir nur dort das Professorsvolk an!
Das jauchzet und tanzet und hopft!
Der Storch und der Pfau und die Eule voran -
Mein Seel, sie sind alle bezopft!

Chor:

Heida! sa sa!
Mein Seel, sie sind alle bezopft!

top


Eduard Mörike (Gedichte über die Jagd und Jäger)

Der Jäger

 

Drei Tage Regen fort und fort, 
Kein Sonnenschein zur Stunde;  
Drei Tage lang kein gutes Wort
Aus meiner Liebsten Munde!

 

Sie trutzt mit mir und ich mit ihr, 
So hat sie's haben wollen;  
Mir aber nagts am Herzen hier, 
Das Schmollen und das Grollen.

 

Willkommen denn,  des Jägers Lust
Gewittersturm und Regen!
Fest zugeknöpft die heisse Brust, 
Und jauchzend euch entgegen!

 

Nun sitzt sie wohl daheim und lacht
Und scherzt mit den Geschwistern;  
Ich höre in des Waldes Nacht
Die alten Blätter flüstern.

 

Nun sitzt sie wohl und weinet laut
Im Kämmerlein,  in Sorgen;  
Mir ist es wie dem Wilde traut, 
In Finsternis geborgen.

 

Kein Hirsch und Rehlein überall!
Ein Schuss zum Zeitvertreibe!
Gesunder Knall und Widerhall
Erfrischt das Mark im Leibe. -

 

Doch wie der Donner nun verhallt
In Tälern,  durch die Runde, 
Ein plötzlich Weh mich überwallt, 
Mir sinkt das Herz zu Grunde.

 

Sie trutzt mit mir und ich mit ihr, 
So hat sie's haben wollen, 
Mir aber frissts am Herzen hier, 
Das Schmollen und das Grollen.

 

Und auf! und nach der Liebsten Haus!
Und sie gefasst ums Mieder!
"Drück mir die nassen Locken aus, 
Und küss und hab mich wieder!"

top


Eduard Mörike (Zauberer Gedichte)

Der Zauberleuchtturm

Des Zauberers sein Mägdlein saß
in ihrem Saale rund von Glas;
sie spann beim hellen Kerzenschein
und sang so glockenhell darein.
Der Saal,  als eine Kugel klar,
in Lüften aufgehangen war
an einem Turm auf Felsenhöh',
bei Nacht hoch ob der wilden See,
und hing in Sturm und Wettergraus
an einem langen Arm hinaus.
Wenn nun ein Schiff in Nächten schwer
sah weder Rat noch Rettung mehr,
der Lotse zog die Achsel schief,
der Hauptmann alle Teufel rief, 
auch der Matrose wollt' verzagen:
O weh mir armen Schwartenmagen! 
Auf einmal scheint ein Licht von fern
als wie ein heller Morgenstern;
die Mannschaft jauchzet überlaut:
Heida!  jetzt gilt es trockne Haut!
Aus allen Kräften steuert man
jetzt nach dem teuren Licht hinan,
das wächst und wächst und leuchtet fast
wie einer Zaubersonne Glast, 
darin ein Mägdlein sitzt und spinnt,
sich beuget ihr Gesang im Wind;
die Männer stehen wie verzückt,
ein jeder nach dem Wunder blickt
und horcht und staunet unverwandt,
dem Steuermann entsinkt die Hand,
hat keiner acht mehr auf das Schiff;
das kracht mit eins am Felsenriff,
die Luft zerreißt ein Jammerschrei:
Herr Gott im Himmel,  steh uns bei!
Da löscht die Zauberin ihr Licht;
noch einmal aus der Tiefe bricht
verhallend Weh aus einem Mund;
da zuckt das Schiff und sinkt zu Grund. 

top


Eduard Mörike  (Weihnachtsgedichte)

Die heilige Nacht

 

Gesegnet sei die heilige Nacht,
die uns das Licht der Welt gebracht!  -

    

Wohl unterm lieben Himmelszelt
die Hirten lagen auf dem Feld.

     

Ein Engel Gottes,  licht und klar,  
mit seinem Gruß tritt auf sie dar.

    

Vor Angst sie decken ihr Angesicht,
da spricht der Engel:  "Fürcht' euch nicht!" 

    

"Ich verkünd euch große Freud:
Der Heiland ist geboren heut."

    

Da gehn die Hirten hin in Eil, 
zu schaun mit Augen das ewig Heil;

    

zu singen dem süßen Gast Willkomm,
zu bringen  ihm ein Lämmlein fromm. -

    

Bald kommen auch gezogen fern  
die heilgen drei König' mit ihrem Stern.

    

Sie knien vor dem Kindlein hold,
schenken ihm Myrrhen,  Weihrauch, Gold.

    

Vom Himmel hoch der Engel Heer
frohlocket:  "Gott in der Höh sei Ehr!"

top


Eduard Mörike  (Heidegedichte)

Die Tochter der Heide

 

Wasch dich,  mein Schwesterchen,  wasch dich!
Zu Robins Hochzeit gehn wir heut:
Er hat die stolze Ruth gefreit.
Wir kommen ungebeten;
Wir schmausen nicht, wir tanzen nicht
Und nicht mit lachendem Gesicht
Komm ich vor ihn zu treten.

Strähl dich,  mein Schwesterchen,  strähl dich
Wir wollen ihm singen ein Rätsel-Lied,
Wir wollen ihm klingen ein böses Lied;
Die Ohren sollen ihm gellen.
Ich will ihr schenken einen Kranz
Von Nesseln und von Dornen ganz.
Damit fährt sie zur Hölle!

Schick dich,  mein Schwesterchen,  schmück dich!
Derweil sie alle sind am Schmaus,
Soll rot in Flammen stehn das Haus,
Die Gäste schreien und rennen.
Zwei sollen sitzen unverwandt,
Zwei hat ein Sprüchlein festgebannt;
Zu Kohle müssen sie brennen.

Lustig,  mein Schwesterchen,  lustig!
Das war ein alter Ammensang.
Den falschen Rob vergaß ich lang.
Er soll mich sehen lachen!
Hab ich doch einen andern Schatz,
Der mit mir tanzet auf dem Platz  -
Sie werden Augen machen!

top


Eduard Mörike   (Gedichte für Kollegen)

Eberhard Wächter


In seine hohen Wände eingeschlossen,
Mit traurig schönen Geistern im Verkehr,
Gestärkt am reinen Atem des Homer,
Von Goldgewölken Attikas umflossen:

Also vor seinen Tüchern unverdrossen,
Fern von dem Markt der Künste, sitzet er;
Kein Neid verletzt, kein Ruhm berauscht ihn mehr.
Ihm blüht ein Kranz bei herrlichern Genossen.

O kommt und schaut ein selig Künstlerleben!
Besuchet ihn am abendlichen Herd,
Wenn diese Stirne, sich der Wunderschwingen

Des Genius erwehrend, sich nur eben
Erheitert zu dem Alltagskreise kehrt,
Den Weib und Kinder scherzend um ihn schlingen.

top


Eduard Mörike   (Gedichte über die Jagd und Jäger)

Erbauliche Betrachtung

Als wie im Forst ein Jäger,  der,  am heißen Tag
Im Eichenschatten ruhend,  mit zufriednem Blick
Auf seine Hunde niederschaut,  das treue Paar, 
Das,  Hals um Hals geschlungen,  brüderlich den Schlaf, 
Und schlafend noch des Jagens Lust und Mühe teilt:
So schau ich hier an des Gehölzes Schattenrand
Bei kurzer Rast auf meiner eignen Füße Paar
Hinab,  nicht ohne Rührung;   in gewissem Sinn
Zum ersten Mal,  so alt ich bin,  betracht ich sie, 
Und bin fürwahr von ihrem Dasein überrascht, 
Wie sie,  in Schuhn bis überm Knöchel eingeschnürt, 
Bestäubt da vor mir liegen im verlechzten Gras.

Wie manches Lustrum,  ehrliche Gesellen,  schleppt
Ihr mich auf dieser buckeligen Welt umher, 
Gehorsam eurem Herren jeden Augenblick, 
Tag oder Nacht,  wohin er nur mit euch begehrt.
Sein Wandel mochte töricht oder weislich sein, 
Den besten Herrn,  wenn man euch hörte,  trugt ihr stets.
Ihr seid bereit,  den Unglimpf,  der ihm widerfuhr, 
- Und wäre sein Beleidiger ein Reichsbaron -
Alsbald zu strafen mit ergrimmtem Hundetritt
(Doch hierfür hat er selber zu viel Lebensart).
Wo war ein Berg zu steil für euch,  zu jäh ein Fels?
Und glücklich immer habt ihr mich nach Haus gebracht;  
Gleichwohl noch nie mit einem Wörtchen dankt ich euch, 
Vom Schönsten was mein Herz genoss erfuhrt ihr nichts!

Wenn,  von der blausten Frühlingsmitternacht entzückt, 
Oft aus der Gartenlaube weg vom Zechgelag
Mein hochgestimmter Freund mich noch hinausgelockt, 
Die offne Straße hinzuschwärmen raschen Gangs, 
Wir Jünglinge,  des Jugendglückes Übermaß
Als baren Schmerz empfindend,  ins Unendliche
Die Geister hetzten,  und die Rede wie Feuer troff, 
Bis wir zuletzt an Kühnheit mit dem sichern Mann
Wetteiferten,  da dieser Urwelts-Göttersohn
In Flößerstiefeln vom Gebirg zum Himmel sich
Verstieg und mit der breiten Hand der Sterne Heer
Zusammenstrich in einen Habersack und den
Mit großem Schnaufen bis zum Rand der Schöpfung trug
Den Plunder auszuschütteln vor das Weltentor -
Ach,  gute Bursche,  damals wart ihr auch dabei, 
Und wo nicht sonst,  davon ich jetzo schweigen will!

Bleibt mir getreu,  und altert schneller nicht als ich!
Wir haben,  hoff ich,  noch ein schön Stück Wegs vor uns;  
Zwar weiß ichs nicht,  den Göttern sei es heimgestellt.
Doch wie es falle,  lasst euch nichts mit mir gereun.
Auf meinem Grabstein soll man ein Paar Schuhe sehn, 
Den Stab darüber und den Reisehut gelegt, 
Das beste Sinnbild eines ruhenden Wandersmanns.
Wer dann mich segnet,  der vergisst auch eurer nicht.


Genug für jetzt! denn dort seh ichs gewitterschwer
Von Mittag kommen,  und mich deucht,  es donnert schon.
Eh uns der Regen übereilt,  ihr Knaben,  auf!
Die Steig hinab! zum Städtchen langt sichs eben noch.

top


Eduard Mörike (Frühlingsgedichte)

Er ist's

    

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;  
Süße,  wohl bekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.  
Veilchen träumen schon,  
Wollen balde kommen.
-  Horch,  von fern ein leiser Harfenton! 
Frühling,  ja du bist' s!  
Dich hab' ich vernommen!

top


Eduard Mörike   (Wahrheit Gedichte)

Ideale Wahrheit


Gestern entschlief ich im Wald, da sah ich im Traume das kleine
Mädchen, mit dem ich als Kind immer am liebsten verkehrt.
Und sie zeigte mir hoch im Gipfel der Eiche den Kuckuck,
Wie ihn die Kindheit denkt, prächtig gefiedert und groß,
"Drum! dies ist der wahrhaftige Kuckuck!" - rief ich - "Wer sagte
Mir doch neulich, er sei klein nur, unscheinbar und grau?"

top


Eduard Mörike (Frühlingsgedichte)

Im Frühling

 

Hier lieg ich auf dem Frühlingshügel
Die Wolke wird mein Flügel,
Ein Vogel fliegt mir voraus.
Ach, sag mir, einzige Liebe,
Wo du bleibst, dass ich bei dir bliebe
Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus.
 

Der Sonnenblume gleich steht mein  Gemüte offen,
Sehnend,
Sich dehnend
In Lieben und Hoffen.
Frühling, was bist du gewillt?
Wann werd ich gestillt?
 

Die Wolke seh ich wandeln und den Fluss,
Es dringt der Sonne goldener Kuss
Mir tief ins Geblüt hinein;
Die Augen, wunderbar berauschet,
Tun, als schliefen sie ein, 
Nur noch das Ohr dem Ton der Biene lauschet.
 

Ich denke dies und denke das,<
Ich sehne mich und weiß nicht recht, nach was.
Halb ist es Lust, halb ist es Klage.
Mein
Herz, o sage,
 

Was webst du für Erinnerung
In golden grüner Zweige Dämmerung?
Alte unnennbare  Tage.  

top


Eduard Mörike  (Frühlingsgedichte)

Im Park

Sieh,  der Kastanie kindliches Laub hängt noch wie der feuchte
Flügel des Papillons,  wenn er die Hülle verließ;  
Aber in laulicher Nacht der kürzeste Regen entfaltet
Leise die Fächer und deckt schnelle den luftigen Gang.
- Du magst eilen,  o himmlischer Frühling,  oder verweilen, 
Immer dem trunkenen Sinn fliehst du,  ein Wunder,  vorbei.

top


Eduard Mörike  (Gedichte für Verliebte)
Im Weinberg

Droben im Weinberg, unter dem blühenden Kirschbaum saß ich
Heut, einsam in Gedanken vertieft; es ruhte das Neue
Testament halboffen mir zwischen den Fingern im Schosse,
Klein und zierlich gebunden: (es kam vom treuesten Herzen
Ach! du ruhest nun auch, mir unvergessen im Grabe!)
Lang so saß ich und blickte nicht auf; mit einem da lässt sich
Mir ein Schmetterling nieder aufs Buch, er hebet und senket
Dunkele Flügel mit schillerndem Blau, er dreht sich und wandelt
Hin und her auf dem Rande. Was suchst du, reizender Sylphe?
Lockt die purpurne Decke dich an, der glänzende Goldschnitt?
Sahst du, getäuscht, im Büchlein die herrlichste Wunderblume?
Oder zogen geheim dich himmlische Kräfte hernieder
Des lebendigen Worts? Ich muss so glauben, denn immer
Weilest du noch, wie gebannt, und scheinst wie trunken, ich staune!
Aber von nun an bist du auf alle Tage gesegnet!
Unverletzlich dein Leib, und es altern dir nimmer die Schwingen.
Ja, wohin du künftig die zarten Füße wirst setzen
Tauet Segen von dir. Jetzt eile hinunter zum Garten,
Welchen das beste der Mädchen besucht am frühesten Morgen,
Eile zur Lilie du - alsbald wird die Knospe sich öffnen
Unter dir; dann küsse sie tief in den Busen: von Stund an
Göttlich befruchtet, atmet sie Geist und himmlisches Leben.
Wenn die Gute nun kommt, vor den hohen Stängel getreten,
Steht sie befangen, entzückt von paradiesischer Nähe,
Ahnungsvoll in den Kelch die liebliche Seele versenkend.

top


Eduard Mörike  (Gedichte über die Jagd und Jäger)

Jägerlied 

 

Zierlich ist des Vogels Tritt im Schnee, 
Wenn er wandelt auf des Berges Höh:
Zierlicher schreibt Liebchens liebe Hand, 
Schreibt ein Brieflein mir in ferne Land'.

 

In die Lüfte hoch ein Reiher steigt, 
Dahin weder Pfeil noch Kugel fleugt:
Tausendmal so hoch und so geschwind
Die Gedanken treuer Liebe sind.

top


Eduard Mörike    (Karwoche Gedichte über Ostern)

Karwoche

O Woche,  Zeugin heiliger Beschwerde!
Du stimmst so ernst zu dieser Frühlingswonne
Du breitest im verjüngten Strahl der Sonne
Des Kreuzes Schatten auf die lichte Erde,

Und senkest schweigend deine Flöre nieder;  
Der Frühling darf indessen immer keimen, 
Das Veilchen duftet unter Blütenbäumen
Und alle Vöglein singen Jubellieder.

O schweigt,  ihr Vöglein auf den grünen Auen!
Es hallen rings die dumpfen Glockenklänge, 
Die Engel singen leise Grabgesänge;  
O still,  ihr Vöglein hoch im Himmelblauen!

Ihr Veilchen,  kränzt heut keine Lockenhaare!
Euch pflückt mein frommes Kind zum dunkeln Strauße, 
Ihr wandert mit zum Muttergotteshause, 
Da sollt ihr welken auf des Herrn Altare.

Ach dort,  von Trauermelodien trunken, 
Und süß betäubt von schweren Weihrauchdüften, 
Sucht sie den Bräutigam in Todesgrüften, 
Und Lieb' und Frühling,  alles ist versunken!

top


Eduard Mörike  (Windgedichte)

Lied vom Winde


Sausewind, Brausewind,
dort und hier!
Deine Heimat sage mir!

"Kindlein, wir fahren
seit viel vielen Jahren
durch die weit weite Welt,
und möchten's erfragen,
die Antwort erjagen
bei den Bergen, den Meeren,
bei des Himmels klingenden Heeren:
Die wissen es nie.
Bist du klüger als sie,
magst du es sagen. -
Fort, wohlauf!
Halt uns nicht auf!
Kommen andre nach, unsre Brüder,
da frag wieder!"

 

Halt an! Gemach,
Eine kleine Frist!
Sagt, wo der Liebe Heimat ist,
Ihr Anfang, ihr Ende?

"Wer's nennen könnte!
Schelmisches Kind,
Lieb ist wie Wind,
Rasch und lebendig,
Ruhet nie,
Ewig ist sie,
Aber nicht immer beständig.
- Fort! Wohlauf! auf!
Halt uns nicht auf!
Fort über Stoppel, und Wälder, und Wiesen!
Wenn ich dein Schätzchen seh,
Will ich es grüssen.
Kindlein, ade!"

top


Eduard Mörike (Ritter Gedichte)

Ritterliche Werbung
Englisch

Wo gehst du hin, du schönes Kind?
Zu melken, Herr! - sprach Gotelind.

Wer ist dein Vater, du schönes Kind?
Der Müller im Tal - sprach Gotelind.

Wie, wenn ich dich freite, schönes Kind?
Zu viel der Ehre! - sprach Gotelind.

Was hast du zur Mitgift, schönes Kind?
Herr, mein Gesicht! - sprach Gotelind.

So kann ich dich nicht wohl frein, mein Kind.
Wer hat's Euch geheißen? - sprach Gotelind.

top


Eduard Mörike  (Mutter Gedichte, Gedichte über Mütter)

Selbstgeständnis

 

Ich bin meiner Mutter einzig Kind,
und weil die andern ausblieben sind,
was weiß ich wieviel, die Sechs oder Sieben,
ist eben Alles an mir hängen blieben;
Ich hab' müssen die Liebe,
die Treue, die Güte
für ein ganz halb Dutzend allein aufessen,
ich will's mein Lebtag nicht vergessen.
Es hätte mir aber noch wohl mögen frommen,
hätt' ich nur auch Schläg' für Sechse bekommen.

top


Eduard Mörike (Herbstgedichte)

Septembermorgen

 

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.

top


Eduard Mörike  (Gedichte wandern und Wanderer)
Wandererlied


Entflohn sind wir der Stadt Gedränge
Wie anders leuchtet hier der Tag!
Wie klingt in unsre Lustgesänge
Lerchensang hier und Wachtelschlag!
Nun wandern wir und lassen gerne
Herrn Griesgram zu Haus;
Ein frischer Blick dringt in die Ferne
Nur immer hinaus!
Wir wandern bis der späte Abend taut,
Wir rasten bis der Morgen wieder graut.

Man lagert sich am Schattenquelle,
Wo erst das muntre Reh geruht;
Aus hohler Hand trinkt sich der helle
Kühle Trank wohl noch eins so gut,
Nun wandern wir usw.

top


Eduard Mörike   (Frühlingsgedichte)

Zitronenfalter im April

Grausame Frühlingssonne,
Du weckst mich vor der Zeit,
Dem nur in Maienwonne
Die zarte Kost gedeiht!
Ist nicht ein liebes Mädchen hier,
Das auf der Rosenlippe mir
Ein Tröpfchen Honig beut,
So muss ich jämmerlich vergehn
Und wird der Mai mich nimmer sehn
In meinem gelben Kleid.

top


Eduard Mörike   (Neujahrs Gedichte, Neujahrstag)

Zum neuen Jahr

Wie heimlicher Weise
Ein Engelein leise
Mit rosigen Füßen
Die Erde betritt,
So nahte der Morgen,
Jauchzt ihm, ihr Frommen,
Ein heilig Willkommen,
Ein heilig Willkommen!
Herz, jauchze du mit!

In Ihm sei's begonnen,
Der Monde und Sonnen
An blauen Gezelten
Des Himmels bewegt.
Du, Vater, du rate!
Lenke du und wende!
Herr, dir in die Hände
Sei Anfang und Ende,
Sei alles gelegt!

top


Eduard Mörike   (Neujahrs Gedichte, Neujahrstag)

Zum Neujahr mit einem Taschenkalender

An tausend Wünsche, federleicht,
Wird sich kein Gott noch Engel kehren,
Ja, wenn es so viel Flüche wären,
Dem Teufel wären sie zu seicht.
Doch wenn ein Freund in Lieb und Treu
Dem andern den Kalender segnet,
So steht ein guter Geist dabei.
Du denkst an mich, was Liebes dir begegnet,
Ob dir's auch ohne das beschieden sei.

top


Eduard Mörike  (Trinkergedichte)

Zur Warnung


Einmal nach einer lustigen Nacht
War ich am Morgen seltsam aufgewacht:
Durst, Wasserscheu, ungleich Geblüt;
Dabei gerührt und weichlich im Gemüt,
Beinah poetisch, ja, ich bat die Muse um ein Lied.
Sie, mit verstelltem Pathos, spottet' mein,
Gab mir den schnöden Bafel ein:
"Es schlagt eine Nachtigall
Am Wasserfall;
Und ein Vogel ebenfalls,
Der schreibt sich Wendehals,
Johann Jakob Wendehals;
Der tut tanzen
Bei den Pflanzen
Obbemeld'ten Wasserfalls -"
So ging es fort; mir wurde immer bänger.
Jetzt sprang ich auf: zum Wein! Der war denn auch mein Retter.
- Merkt's euch, ihr tränenreichen Sänger,
Im Katzenjammer ruft man keine Götter!

top


Eduard Mörike (Frühlingsgedichte) (Liebesgedichte)

Zu viel

     

Der Himmel glänzt vom reinsten Frühlingslichte,
Ihm schwillt der Hügel sehnsuchtsvoll entgegen,
Die starre Welt zerfließt in Liebessegen,  
Und schmiegt sich rund zum zärtlichsten Gedichte.

    

Am Dorfeshang, dort bei der luftgen Fichte,
Ist meiner Liebsten kleines Haus gelegen  –
O Herz,  was hilft dein Wiegen und dein Wägen,
Dass all der Wonnestreit in dir sich schlichte!

    

Du,  Liebe, hilf den süßen Zauber lösen,
Womit Natur in meinem Innern wühlet!  
Und du,  oh Frühling, hilf die Liebe beugen!

    

Lisch aus,  o Tag!  Lass mich in Nacht genesen!
Indes ihr sanften Sterne göttlich kühlet,
Will ich zum Abgrund der Betrachtung steigen. 

top


Eduard Mörike  (Gemeine Liebesgedichte, Liebe und Hass)

Zwiespalt

Hassen und lieben zugleich muss ich. - Wie das?

- Wenn ichs wüsste!
Aber ich fühls, und das Herz möchte zerreißen in mir.

 

 Bewertung ****** aktualisiert 10.05.2012 >>Sende dein Gedicht ein<<

 

Weitere Gedichtempfehlungen: 1

 

Beliebte Sommergedichte

Wie freu' ich mich den Sommer! Wie freu' ich mich...

Beliebte Sommergedichte.htm.

 

Die schönsten Sommergedichte

An einem Sommermorgen... Sommergedichte

Die schönsten Sommergedichte.htm.

 

Christian Morgenstern ( kurze Gedichte)

Es ist Nacht...

Christian Morgenstern, die Schönsten: kurze Gedichte.

 

Schöne Sommergedichte

Romantische Gedichte zum Sommer

Sommergedichte.htm

 

Sonne Gedichte zum Sommer

Die schönsten Sommergedichte

Sonne Gedichte.htm

 

Neue Sommergedichte

Romantische Sommergedichte

neue Sommergedichte.htm

 

Lustige Sommergedichte

Urlaub im jungen Frühling

Der schönste Urlaub im Sommer mit Gedichten

 

Sommergedichte kurze Sommergedichte

Die schönsten Sommergedichte

Sommergedichte.htm

 

Heinrich Heine Liebesgedichte

Es ist Nacht, und mein Herz kommt zu dir...

Heinrich Heine, schönsten Gedichte.

 

Rainer Maria Rilke Gedichte

Schöne und romantische Gedichte im Frühling ...

Rainer Maria Rilke, Sommer Gedichte

 

Neue Gedichte im Sommer

Sommergedichte für jeden Anlass

Sommerblumen-und-Sommergedichte.htm

 

Theodor Storm  (Liebesgedichte)

Nachts: Schon Mitternacht! Mein Kopf ist wüst - ...

Liebesgedichte und Sommergedichte von Theodor Storm.

 

Hoffmann von Fallersleben (Sommergedichte)

Wie freu' ich mich der Sommerwonne! Wie freu' ich mich...

Hoffmann von Fallersleben, Gedichte.

 

Märchen in Europa

Romantische Märchen, Märchen der Brüder Grimm

maerchen-welt.eu

 

Gedichte und Urlaub im Sommer

Urlaub im Sommer im Süden

Der schönste Urlaub im Sommer mit kurzen Gedichten

 

top


 

Aktuell

  Liebesgedichte

 Sommergedichte

 Mai Gedichte

 Juni Gedichte

 Juli Gedichte

 August Gedichte

  Kreuzfahrt Gedichte

  Geburtstag

 
Jahreszeiten

 Sommergedichte

 Herbstgedichte

 Wintergedichte

 Jahreszeiten

 Frühlingsgedichte

 
Kurze Gedichte
 Kurze Gedichte
 
Liebesgedichte

 Liebesgedichte

 Neue Liebesgedichte

 Schöne Gedichte

 Kurze Liebe

 Liebeskummer

 Gedichte Hochzeit

 
Nachdenklich

 Gedichte über Leben

 Gedichte über Tod

 Abschiedsgedichte

 Kriegsgedichte

 
Tageszeiten

 Tageszeitengedichte

 Nacht Gedichte

 



 

     

Impressum - Disclaimer