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Die schönsten Liebesgedichte

v. Eichendorff   (Liebesgedichte)

Dein Bildnis wunderselig


Dein Bildnis wunderselig
Hab ich im Herzensgrund,
Das sieht so frisch und fröhlich
Mich an zu jeder Stund.

Mein Herz still in sich singet
Ein altes schönes Lied,
Das in die Luft sich schwinget
Und zu dir eilig zieht.


Levrai   (Liebesgedichte)

Bist du das Wasser


Bist du das Wasser
bin ich dein Strand
Bist du dieSonne
bin ich der Wind
bin ich müde
bist du mein Traum
bist du die Nähe
wie gern ich dich sähe
unter blättrigem Baum


R. Rilke   (Liebesgedichte)

Ein Händeineinanderlegen,


Ein langer Kuss auf kühlen Mund,
Und dann: auf schimmerweißen Wegen
Durchwandern wir den Wiesengrund.

Durch leisen, weißen Blütenregen
Schickt uns der Tag den ersten Kuss, -
Mir ist: Wir wandeln Gott entgegen,
Der durchs Gebreite kommen muss.



L. Uhland    (Kurze Liebesgedichte)

Seliger Tod


Gestorben war ich
Vor Liebeswonne:
Begraben lag ich
In ihren Armen;
Erwecket ward ich
Von ihren Küssen;
Den Himmel sah ich
In ihren Augen.


T. Storm   (Liebesgedichte)

Begegnung


Das süße Lächeln starb dir im Gesicht,
Und meine Lippen zuckten wie im Fieber;
Doch schwiegen sie - auch grüßten wir uns nicht,
Wir sahn uns an und gingen uns vorüber.


C. Morgenstern   (Liebesgedichte)


Es ist Nacht,
und mein Herz kommt zu dir,
hält's nicht aus,
hält's nicht aus mehr bei mir.

Legt sich dir auf die Brust,
wie ein Stein,
sinkt hinein,
zu deinem hinein.

Dort erst,
dort erst kommt es zur Ruh,
liegt am Grund
seines ewigen Du.



v. Eichendorff   (Liebesgedichte)

Beim Erwachen


Tiefer ins Morgenrot versinken die Sterne alle
Fern nur aus Träumen dämmert dein Bild noch vorüber,
Und weinender tauch' ich aus seliger Flut. -

Aber im Herzen tief bewahr' ich die lieben Züge,
Trage sie schweigend durch des Tages Gewühle
Bis wieder zur stillen träumenden Nacht. -


T. Storm   (Liebesgedichte)

Nachts


Schon Mitternacht! Mein Kopf ist wüst -
Zu Bett! Ich habe lang gewacht;
Doch ob das Aug sich müde schließt,
Wann kennt das Herz wohl Tag und Nacht?
Das Herz, das Herz hat nimmer Ruh,
Das fliegt zu dir durch Zeit und Raum,
Im Traum mein süßes Leben du,
Im Leben du mein süßer Traum!


Levrai   (Liebesgedichte)

Wärme


Dein Atem weitet den Raum
denn leise Schneeflocken
schmelzen lachend Gestein
spricht eine kleine Sprache und
atmet Stürme
liebt das alte Laub die Erde
Eis die Wärme
und Haut liebt deine
Haut.


R. Rilke   (Liebesgedichte)

Bei dir ist es traut


Bei dir ist es traut:
Zage Uhren schlagen
wie aus weiten Tagen.
Komm mir ein Liebes sagen-
aber nur nicht zu laut.

Ein Tor geht irgendwo
draußen im Blütentreiben.
Der Abend horcht an die Scheiben.
Lass und leise bleiben:
Keiner weiß und so.


M. Opitz   (Liebesgedichte)

An die Cynthia


Du gabst mir zwei Küsse,
ich gab dir wieder zwei.
Jetzt zürnst du mit mir,
und schlägst die Augen nieder
Weil ich nun hör,
dass es dir nicht recht sei
geb ich dir deine zwei,
gib du mir meine wieder.


Levrai (die schönsten Liebesgedichte)

Ying Yang


Ein Mund zum Küssen müssen
Ein Glück zum Sterben werden
Ein Blick zum Dein sein

Mit Reden küssen
Mit Glücklichsein werden
Körper ein- und ausgeatmet sein

Nur Ying und dieser flüchtige Kuss
Was Yang nicht verstehen muss

Nähe zu suchen
Deine Hände
Bedecken meine Gedanken


H. Heine   (Liebesgedichte)

(Dass du mich liebst, das wusste ich)


Dass du mich liebst, das wusste ich,
Ich hatte es längst entdeckt;
Doch als du mir's gestanden,
Hat es mich tief erschreckt.

Ich stieg wohl auf die Berge
Und jubelte und sang;
Ich ging ans Meer und weinte
Beim Sonnenuntergang.

Mein Herz ist wie die Sonne
So flammend anzusehen,
Und in ein Meer von Liebe
Versinkt es groß und schön.


Levrai   (schönste Liebesgedichte)

Wärme


Atem weitet
Raum
denn leise Schneeflocken
schmelzen
lachend das Holz
spricht
eine kleine Sprache und
atmet
Stürme
liebt das
alte Laub die Erde
Eis die
Wärme
und Haut
liebt Haut.


R. Rilke   (Liebesgedichte)

Ich möchte dir ein Liebes schenken...


Ich möchte dir ein Liebes schenken,
das dich mir zur Vertrauten macht:
aus meinem Tag ein Deingedenken
und einen Traum aus meiner Nacht.
Mir ist, dass wir uns selig fänden
und dass du dann wie ein Geschmeid
mir löstest aus den müden Händen
die nie begehrte Zärtlichkeit.


(Liebesgedichte)   (Treue Gedichte)

Bei sich haben


Sei hier
Kringel auf dem Papier
Ecke um Ecke gefaltet
Kanten gefalzt
Papier entfaltet
Dreiecke auf dem Papier
gefaltet auf Ecke und Ecke
sei hier


Nikolaus Lenau   (schönste Liebesgedichte)

An meine Rose


Frohlocke, schöne junge Rose,
Dein Bild wird nicht verschwinden,
Wenn auch die Glut, die dauerlose
Verweht in Abendwinden.
So süßer Duft, so helle Flamme Kann nicht für irdisch gelten,
Du prangst am stolzen Rosenstamme,
Verpflanzt aus andern Welten;

Aus Büschen, wo die Götter gerne
Sich in die Schatten senken,
Wenn sie in heilig stiller Ferne
Der Menschen Glück bedenken.

Darum mich ein Hinübersehnen
Stets inniger umschmieget,
Je länger sich in meinen Tränen
Dein holdes Antlitz wieget.

O weilten wir in jenen Lüften,
Wo keine Schranke wehrte,
Dass ich mit deinen Zauberdüften
Die Ewigkeiten nährte! –

Hier nah’n die Augenblicke, – schwinden
An dir vorüber immer,
Ein jeder eilt, dich noch zu finden
In deinem Jugendschimmer;

Und ich, wie sie, muss immer eilen
Mit allem meinem Lieben
An dir vorbei, darf nie verweilen,
Von Stürmen fortgetrieben.

Doch hat, du holde Wunderblume,
Mein Herz voll süßen Bebens
Dich mir gemalt zum Eigentume
In’s Tiefste meines Lebens,

Wohin der Tod, der Ruhebringer,
Sich scheuen wird zu greifen,
Wenn endlich seine sanften Finger
Mein Welkes niederstreifen.


G. Lessing (Liebesgedichte)

Die Küsse


Der Neid, o Kind,
Zählt unsre Küsse:
Drum küss' geschwind
Ein Tausend Küsse;
Geschwind du mich,
Geschwind ich dich!
Geschwind, geschwind,
O Laura, küsse
Manch Tausend Küsse:
Damit er sich
Verzählen müsse.


C. Ahlefeld ( Liebesgedichte)

Bei Übersendung eines Vergissmeinnicht


Diese Blume, deren blaue Blüte
Deutungsvoll der schönste Name schmückt,
Der als Wunsch mir längst im Herzen glühte,
Hab' ich einsam heut' im Tal gepflückt.

Süß umschwebt von Deinem teuern Bilde,
Schien sie würdig zur Gesandtin mir;
Hin in ferne, trennende Gefilde,
Bringe sie den Gruß der Freundschaft Dir.

Ehe sie Dir naht wird sie verbleichen -
Schnell verlöschet ihrer Farbe Licht,
Doch die Bitte möge Dich erreichen,
Die ihr Name zärtlich zu Dir spricht.


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