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Sommergedichte Kreuzfahrten Gedichte

 

Dichter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z
Themen: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W Z

 

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Sommergedichte spiegeln Ursprünglichkeit und Schönheit der Natur, besonders, wenn man sie im Sommer, im Urlaub in Ferienhäusern genießen kann. Sie erzählen vom Meer, der See, von Stränden, weißen Sandstränden und wärmender Urlaubssonne und Kreuzfahrten. Sommergedichte erzählen vom Sommer, dem Höhepunkt der Natur im Kreislauf des Jahres. Die  Natur sprengt verhärtete Gefühle der Menschen. Eben Sommer Gedichte.

 

An einem schönen Sommerabende Theodor Storm

An einem Sommermorgen  Theodor Fontane

Abseits  Theodor Storm

Butterblumengelbe Wiesen  Christian Morgenstern  

Das Lied der Vögel  Hoffmann von Fallersleben

Der Hügel   Christian Morgenstern  

Die Nachtigall  Theodor Storm

Der Sommerfaden Ludwig Uhland  

Dorfkirche im Sommer Detlev von Liliencron

Ein grünes Blatt  Theodor Storm  

Es war, als hätt der Himmel  Joseph von Eichendorff

Es war ein solcher Vormittag  Christian Morgenstern 

Gefunden  Johann Wolfgang von Goethe  

Gleich und gleich Johann Wolfgang von Goethe

Guter Rat  Theodor Fontane

Im Sommerwald Max Dauthendey

Mehr Sommergedichte ...

Mondnacht  Joseph von Eichendorff

Nun scheint der Sommer immergrün  Max Dauthendey

Sommer  Georg Trakl

Sommer  Johann Wolfgang von Goethe

Sommer  Levrai 

Sommer Georg Trakl (Sommergedichte)

Sommer  Detlev von Liliencron

Sommer, der so fröhlich war Max Dauthendey

Sommerbild Friedrich Hebbel

sommerbleiche  Levrai 

Sommerfrische Joachim Ringelnatz

Sommerliche Nachmittagsstunde  Alfons Petzold

Sommer Gedichte Schlafversuch  Levrai 

Sommerende  Levrai 

Viele neue Sommergedichte Kreuzfahrten

Wie freu' ich mich der Sommerwonne!  Fallersleben

 

Sommergedichte gibt es fast so lange, wie es Menschen gibt. Sommergedichte sind ebenso schön wie  Wintergedichte, Herbstgedichte und Frühlingsgedichte.

 

Sommergedichte stehen für die Lebensfreude vor dem kommenden Herbst, dem Lebensgefühl, dass alles einmal zu Ende geht.  Sommergedichte, erlebt man neu im Urlaub den Stränden von Dänemark, den Niederlanden oder in Italien, in sonnendurchströmten Ferienhäusern, Sommer Gedichte.

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Alfons Petzold  (Sommergedichte)

Sommerliche Nachmittagsstunde

 

Die Libellen über dem Bach
Sind wie von schwingendem Glas umgeben.
Die Schwalben schweben
Dicht am Boden den taumelnden Fliegen nach.

Durch Busch und Baum
Duftet schwerer die Heumahd herüber;
Unmerklich trüber
Wird der horizontene Saum.

Der flutende Schein
Der Sonne will jähling verfließen
In die fernen, flockigen Wiesen
Fällt Donner ein.

 

Naturgartenparadiese - Bauerngarten...

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Paradiesgärten - Naturgärten gestalten...

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Friedrich Hebbel (Sommergedichte) Vergleiche - Gedichte

Sommerbild

Ich sah des Sommers letzte Rose stehen, 
Sie war, als ob sie bluten könnte, rot 
Da sprach ich schaudernd im Vorübergehen:
So weit im Leben,  ist zu nah dem Tod!

Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,
Nur leise strich ein weißer Schmetterling;
Doch, ob auch kaum die Luft sein  Flügelschlag
bewegte,  sie empfand es und verging.

 

Viele neue Sommergedichte und Vergleiche...

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Levrai  (Sommergedichte)

Hauch des Salzwassers

 

In Salzwiesen deren Raum ich morgens gern betrat

Quoll aus schlüpfrigem Boden Bläschen quirlend

Einen Fuß vor dem anderen gesetzt

Leere Muscheln in die Taschen gerüttelt

- Den Seestern oben quer -

Hob der Hauch des Salzwassers in den offenen Himmel

Und brach das dunkle Brot des Augenblicks

Dem Wasser abgewandter Wind fiel lichtblau über Wiesen

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Theodor Storm (Gedichte über den Abend, die Nacht)

Die Nachtigall

   

Das macht,  es hat die Nachtigall 
Die ganze Nacht gesungen;   
Da sind von ihrem süßen Schall,  
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen. 

    

Sie war doch sonst ein wildes Blut
Nun geht sie tief in Sinnen, 
Trägt in der Hand den Sommerhut
Und duldet still der Sonne Glut
Und weiß nicht,  was beginnen.

    

Das macht,  es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;  
Da sind von ihrem süßen Schall, 
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.

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Christian Morgenstern  (Sommergedichte)

Es war ein solcher Vormittag

     

Es war ein solcher  Vormittag,
wo man die Fische singen hörte,
kein Lüftchen lief,  kein Stimmchen störte,
kein Wellchen wölbte sich zum  Schlag.
    

Nur sie, die Fische, brachen leis
der weit und breiten Stille  Siegel
und sangen millionenweis' 
dicht unter dem durchsonnten  Spiegel.

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Theodor Fontane   (Sommergedichte) Vergleiche - Gedichte

Guter Rat  

 

An einem Sommermorgen 
da nimm den Wanderstab,
es fallen deine Sorgen  
wie
Nebel von dir ab. 
  

Des Himmels heitre Bläue
lacht dir ins Herz hinein
und schließt,  wie Gottes Treue,
mit seinem Dach dich ein.

 

Rings Blüten nur und Triebe   
und Halme von Segen schwer,
dir ist,  als zöge die Liebe
des Weges nebenher.

 

So heimisch alles klingt
als wie im Vaterhaus,  
und über die Lerchen schwingt
die Seele sich hinaus.
 

 

Viele neue Sommer Gedichte ...

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Max Dauthendey (Sommergedichte)

Nun scheint der Sommer immergrün

 

Nun scheint der Sommer immergrün,
Das ist ein  Staub und ein Bemühn,
Als müsst er wiederkauend bleiben.
So ganz robust ist jetzt sein Treiben
Und alle Bäume sich beleiben.
Sie sind wie bürgerliche Wichte,
Denen das Dicksein eine  Ehre.
Als ob man täglich sich verpflichte,
Dass sich's  Unendliche vermehre.

Doch Gott sei Dank, dass die Geschichte
Mit jedem Winter jäh sich wendet
Und sich das Dasein stolz verschwendet,
Und Leidenschaft nie satt verendet.  
Dass Sonne wie Zigeunerblut 
Alljährlich neue Torheit tut.    
Und, in der Erde braunem Arm,
Die Engerlinge  still und stumm
Schon träumen  von dem Maigesumm,
Als nächster Maienkäferschwarm.

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Joseph von Eichendorff (Vergleiche - Gedichte)

Es war, als hätt der Himmel

 

Es war,  als hätt der Himmel
die Erde still geküsst, 
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müsst.


Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht, 
es rauschten leis'  die Wälder,
so sternklar war die Nacht.


Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,   
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

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Sommergedichte-Kreuzfahrten        

    

Max Dauthendey (Sommergedichte)

Sommer, der so fröhlich war


Sommer der so fröhlich war,
Er entlässt der Vögel Schaar,
Tausend Stare weiter ziehn,
Tausend Lieder jetzt entfliehn.

Auf der Wiese,  die verblüht,
Noch der Himmel einsam glüht,   
Wie die Sehnsucht, die nie stirbt
Und um neue Lieder wirbt.

Sitzt  das Herz am rechten Fleck,
Fällt's nicht wie ein Herbstblatt weg. 
Wechselt auch der Baum sein Kleid,
Lieb kennt keine Jahreszeit

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Christian Morgenstern  (Sommergedichte)

Der Hügel

 

Wie wundersam ist doch ein Hügel,
der sich ans Herz der Sonne legt,
indes des Winds gehalt'ner Flügel
des Gipfels Gräser leicht bewegt.

 

Mit bunten Faltertanz durchwebt sich,
von wilden Bienen singt die Luft
und aus der warmen Erde hebt sich
ein süßer hingeb'ner Duft.

 

Routen für Gedichte-Kreuzfahrten auf Flüssen können sein:  Donau, Jangtse, Mississippi Wolga, Rhein, Mosel, Rhône. Eine Gedichte-Kreuzfahrt  braucht nur Ruhe und Entspannung. Während einer Gedichte-Kreuzfahrt kann man sich entspannen und abends bei einem Glas Wein über Verse und Strophen nachsinnen. So muss eine Gedichte -Kreuzfahrt sein.

 

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Ludwig Uhland  (Sommergedicht) (Vergleiche - Gedichte)

Der Sommerfaden

 

Da fliegt,  als wir im Felde gehen, 

Ein Sommerfaden über Land, 

Ein leicht und licht Gespinst der Feen,  

Und knüpft von mir zu ihr ein Band. 

Ich nehm'  ihn für ein günstig Zeichen,

Ein Zeichen,  wie die Lieb' es braucht.

O Hoffnungen der Hoffnungsreichen,

Aus Duft gewebt,  von Luft zerhaucht! 

 

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Hoffmann von Fallersleben  (Sommergedicht)

Das Lied der Vögel

Wir Vögel haben's wahrlich gut,
Wir fliegen, hüpfen, singen.
Wir singen frisch und wohlgemut,
Das Wald und Feld erklingen.

Wir sind gesund und sorgenfrei,
Und finden, was uns schmecket;
Wohin wir fliegen, wo's auch sei,
Ist unser Tisch gedecket.

Ist unser Tagewerk vollbracht,
Dann zieh'n wir in die Bäume,
Wir ruhen still und sanft die Nacht
Und haben süße Träume.

Und weckt uns früh der Sonnenschein,
Dann schwingen wir's Gefieder,
Wir fliegen in die Welt hinein
Und singen unsre Lieder.

 

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Theodor Storm (Sommergedichte)

Abseits

 

Es ist so still;  die Heide liegt
Im warmen Mittagssonnenstrahle,
Ein rosenroter Schimmer fliegt   
Um ihre alten Gräbermale;
Die Kräuter blühn;  der Heideduft
Steigt in die blaue Sommerluft. 

    

Laufkäfer hasten durchs Gesträuch
In ihren goldnen Panzerröckchen,
Die Bienen hängen Zweig um Zweig
Sich an der Edelheide Glöckchen; 
Die Vögel schwirren aus dem Kraut -
Die Luft ist voller Lerchenlaut. 

    

Ein halbverfallen niedrig Haus
Steht einsam hier und sonnbeschienen;   
Der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
Behaglich blinzelnd nach den Bienen;
Sein Junge auf dem Stein davor
Schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.

    

Kaum zittert durch die Mittagsruh
Ein Schlag der Dorfuhr,  der entfernten;
Dem Alten fällt die Wimper zu,  
Er träumt von seinen Honigernten.
-  Kein Klang der aufgeregten Zeit
Drang noch in diese Einsamkeit.

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Joachim Ringelnatz  (Sommergedichte)

Sommerfrische

 

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
Das durch den sonnigen Himmel schreitet.
Und schmücke den Hut,  der dich begleitet,
Mit einem grünen Reis.

    

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser.
Weil's wohltut, weil's frommt.
Und bist du ein Mundharmonikabläser
Und hast eine bei dir,  dann spiel,  was dir kommt.

    

Und lass deine Melodien lenken 
Von dem freigegebenen Wolkengezupf. 
Vergiss dich.  Es soll dein Denken
Nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

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Theodor Storm (Sommergedichte)

An einem schönen Sommerabende

 

Lieblich senkt die Sonne sich,
Alles freut sich wonniglich
In des Abends Kühle!
Du gibst jedem Freud und Rast,
Labst ihn nach des Tages Last
Und des Tages Schwüle.
Horch, es lockt die Nachtigall,
Und des Echos Widerhall
Doppelt ihre Lieder! 
Und das Lämmchen hüpft im Tal, 
Freude ist jetzt überall,
Wonne senkt sich nieder!
Wonne in des Menschen Brust,
Der der Freud ist sich bewusst,
Die ihm Gott gegeben,
Die du jedem Menschen schufst,
Den aus nichts hervor du rufst 
Auf zum ew'gen Leben.

top


Theodor Storm (Sommergedichte)

An einem schönen Sommerabende

 

Lieblich senkt die Sonne sich,
Alles freut sich wonniglich
In des Abends Kühle!
Du gibst jedem Freud und Rast,
Labst ihn nach des Tages Last
Und des Tages Schwüle.
Horch, es lockt die Nachtigall,
Und des Echos Widerhall
Doppelt ihre Lieder! 
Und das Lämmchen hüpft im Tal, 
Freude ist jetzt überall,
Wonne senkt sich nieder!
Wonne in des Menschen Brust,
Der der Freud ist sich bewusst,
Die ihm Gott gegeben,
Die du jedem Menschen schufst,
Den aus nichts hervor du rufst 
Auf zum ew'gen Leben.

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Johann Wolfgang von Goethe (Sommergedicht)

Sommer

 

Der Sommer folgt. Es wachsen Tag und Hitze,
und von den Auen dränget uns die Glut;
doch dort am Wasserfall, am Felsensitze
erquickt ein Trunk, erfrischt ein Wort das Blut.

 

Der Donner rollt, schon kreuzen sich die Blitze,
die Höhle wölbt sich auf zur sichern Hut,
dem Tosen nach kracht schnell ein knatternd Schmettern;
doch
Liebe lächelt unter Sturm und Wettern.

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Georg Trakl (Sommergedichte) (Vergleiche - Gedichte)

Sommer

    

Am Abend schweigt die Klage
Des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
Der rote Mohn.

    

Schwarzes Gewitter droht
Über dem Hügel.
Das alte Lied der Grille
Erstirbt im Feld.

    

Nimmer regt sich das Laub
Der Kastanie.
 levrai.de
Auf der Wendeltreppe
Rauscht dein Kleid.

    

Stille leuchtet die Kerze
Im dunklen Zimmer;
Eine silberne Hand   
Löschte sie aus;

    

Windstille, sternlose Nacht.

top


Theodor Fontane   (Sommergedichte)

An einem Sommermorgen

 

An einem Sommermorgen
da nimm den Wanderstab,  
es fallen deine Sorgen
wie
Nebel von dir ab. 
 

Des Himmels heitre Bläue
lacht dir ins Herz hinein  
und schließt, wie Gottes Treue,
mit seinem Dach dich ein. 
 

Rings Blüten nur und Triebe
und Halme von Segen schwer, 
dir ist, als zöge die
Liebe
des Weges nebenher.  
 

So heimisch alles klingt 
als  wie im Vaterhaus,
und über die Lerchen schwingt 
die Seele sich hinaus.  

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Max Dauthendey (Sommergedichte)

Im Sommerwald

 

Im Sommerwald,  wo sich die Blätter drücken,
Liegt Sonnenschein in kleinen Stücken,
Drinnen die Mücken schweben und rücken.  
Ich muss mich unter die Stille bücken.
Vor den finstern Tannenlücken 
Sah ich einen Schmetterling weiß wie einen Geist aufzücken.

 

Der Wald riecht nach Kien und ist heiß.
Vielleicht hat hier ein Herz gebrannt,  und nur der Wald davon weiß.

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Levrai  (Sommergedichte, kurze Regengedichte)

Sommer

 

Taschen voller Kieselsteine

Quallen Seetang

Sonnenwind über hügeligen Weizenfeldern

bis uns nicht nur Blicke banden

übende Zeitflechten wanden

zarte Blätter zwischen uns auf Stellen

die keine Sonne sahen

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Theodor Storm  (Sommergedichte)

Ein grünes Blatt

 

Ein Blatt aus sommerlichen Tagen,
Ich nahm es so im Wandern mit,
Auf dass es einst mir möge sagen,
Wie laut die Nachtigall geschlagen,
Wie grün der Wald, den ich durchschritt.

 

(Schreibweise angepasst)

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Hoffmann von Fallersleben  (Sommergedichte)

Wie freu' ich mich der Sommerwonne!

    

Wie freu' ich mich der Sommerwonne,  
Des frischen Grüns in Feld und Wald,  
Wenn's lebt und webt im Glanz der Sonne 
Und wenn's von allen Zweigen schallt!

    

Ich möchte jedes Blümchen fragen:  
Hast du nicht einen Gruß für mich?  
Ich möchte jedem Vogel sagen: 
Sing,  Vöglein,  sing und freue dich! 

    

Die Welt ist mein, ich fühl es wieder: 
Wer wollte sich nicht ihrer freu'n,  
Wenn er durch frohe Frühlingslieder   
Sich seine Jugend kann erneu'n?

    

Kein Sehnen zieht mich in die Ferne,
Kein Hoffen lohnet mich mit Schmerz;
Da wo ich bin,  da bin ich gerne,
Denn meine Heimat ist mein Herz.

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Levrai  (Sommergedichte)

Sommerende
     

Tautropfen schimmernd im Netz der
pfützenwütigen Nacht
still zittert im Wind
braungrünes Laub
    
über den Himmel
wächst weißer Faden
das Morgenbild erschaudert

im ersten Licht

 

(Schreibweise angepasst)

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Christian Morgenstern  (Sommergedichte)

Butterblumengelbe Wiesen

    

Butterblumengelbe Wiesen,
sauerampferrot getönt,  -
o du überreiches Sprießen,
wie das Aug dich nie gewöhnt!

    

Wohlgesangdurchschwellte Bäume,
wunderblütenschneebereift  -
ja, fürwahr,  ihr zeigt uns Träume,
wie die Brust sie kaum begreift.

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Detlev von Liliencron (Sommergedichte, kurze Sommergedichte)
Sommer
    
Zwischen Roggenfeld und Hecken
Führt ein schmaler Gang;
Süßes,  seliges Verstecken
Einen Sommer lang. 
    
Wenn wir uns von ferne sehen,
Zögert sie den Schritt,
 levrai.de
Rupft ein Hälmchen sich im Gehen,
Nimmt ein Blättchen mit.   
    
Hat mit Ähren sich das Mieder
Unschuldig geschmückt,
Sich den Hut verlegen nieder
In die Stirn gedrückt.   
    
Finster kommt sie langsam näher,
Färbt sich rot wie Mohn;
Doch ich bin ein feiner Späher,
Kenn die Schelmin schon.    
    
Noch ein Blick in Weg und Weite,
Ruhig liegt die Welt,
Und es hat an ihre Seite
Mich der Sturm gestellt.    
  
Zwischen Roggenfeld und Hecken
Führt ein schmaler Gang;
Süßes, seliges Verstecken
Einen Sommer lang.
   

top


Levrai  (Kurze Sommergedichte)

Schlafversuch

Am Teich eine Decke ausgebreitet
Grashalme erniedrigt
Die Nachbarin aus den Augenwinkeln belauert
Fische beim Ringeln gezählt
Dem Himmel Wolken verschoben
Kondensstreifen befühlt
Blättern beim Rascheln zugesehen 
Dem Wellendrängen nachgegeben

(Schreibweise angepasst)

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Levrai  (Kurze Sommergedichte) (Vergleiche - Gedichte)

sommerbleiche


sonne leckte über den horizont
am morgen tropfte leim verletzter reben
mittags dörrte gras
in unzähmbarer sonne
abends ausgeblichen
schlichen säumige glichen
der zerflimmernden scheibe

könige der nacht
erst dann

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Joseph von Eichendorff (Abendgedichte, Nachtgedichte)

Mondnacht (Kurze Sommergedichte)

 

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst, 
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

    

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

    

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

    

(Schreibweise angepasst)

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Johann Wolfgang von Goethe  (Sommergedichte)

Gefunden (Sommergedichte)

 

Ich ging im Walde
So für mich hin,
Und nichts zu suchen,
Das war mein Sinn.

    

Im Schatten sah ich
Ein Blümchen stehn,
Wie Sterne leuchtend,
Wie Äuglein schön.

    

Ich wollt es brechen,
Da sagt es fein:
Soll ich zum Welken
Gebrochen sein?

    

Ich grub's mit allen
Den Würzlein aus.
Zum Garten trug ich's
Am hübschen Haus.

    

Und pflanzt es wieder
Am stillen Ort;
Nun zweigt es immer
Und blüht so fort.

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Georg Trakl (Sommergedichte)

Sommer

    

Am Abend schweigt die Klage
Des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
Der rote Mohn.

    

Schwarzes Gewitter droht
Über dem Hügel.
Das alte Lied der Grille
Erstirbt im Feld.

    

Nimmer regt sich das Laub
Der Kastanie.
 levrai.de
Auf der Wendeltreppe
Rauscht dein Kleid.

    

Stille leuchtet die Kerze
Im dunklen Zimmer;
Eine silberne Hand   
Löschte sie aus;

    

Windstille, sternlose Nacht.

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Johann Wolfgang von Goethe (Kurze Liebesgedichte)

Gleich und gleich

 

Ein Blumenglöckchen
Vom Boden hervor
War früh gesprosset
In lieblichem Flor;

    

Da kam ein Bienchen
Und naschte fein: -
Die müssen wohl beide
Füreinander sein.

 

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Detlev von Liliencron (Sommergedichte)

Dorfkirche im Sommer

 

Schläfrig  singt der Küster vor,   
Schläfrig  singt auch die Gemeinde.
Auf der Kanzel der Pastor 
Betet still für seine Feinde.   

    

Dann die Predigt,  wunderbar,
Eine Predigt ohnegleichen. 
Die Baronin weint sogar
Im Gestühl, dem wappenreichen.

    

Amen,  Segen,  Türen weit,
Orgelton und letzter Psalter.  
Durch die Sommerherrlichkeit
Schwirren Schwalben,  flattern Falter.

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Max Dauthendey   (Sommergedichte)

Die Wolken lehren dem Sommer das Fliegen

 

Nass liegen Kornfelder wie nasse Strohmatten,
Es ziehen die Wolken im Abend heim,
Wie Wälder,  die durch die Lüfte fliehen,
Wälder voll Geister und Schatten.

Das korndürre Tal und den Fluss sie schauen,
Sie liegen am Himmel wie bei einem See.
Die Wolken lehren dem Sommer das Fliegen;
Viel Sommer sind schon in die Lüfte gestiegen,
Auf Wolken über die Auen.

Sie reiten wie die Toten vorüber,
Denen die Herzen starr stille stehen.
Doch Lippen,  die jungen sommerroten,
Küssen,  werden die Tage auch trüber.

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 Bewertung ****** aktualisiert 10.05.2012 >>Sende dein Gedicht ein<<

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